Archive for November, 2006

Read/Write Error

Valentina on Nov 29th 2006 04:45 pm

Ich neige immer mehr zu der pessimistischen Ansicht, dass man als User praktisch grundsätzlich als Beta-Tester angesehen wird und sich eben damit abfinden muss. Oder, etwas wohlwollender ausgedrückt, den Tribut für fröhlich sich weiter entwickelnde Technik zahlen muss. Voila: Die Geschichte einer technischen Odyssee…

Es müssen mehr Fotos gemacht werden! Kaum hat man so ein modernes Spielzeug, wie eine Digitalkamera, knipst man wie wild. Ich zumindest. Manchmal. Jedenfalls musste einfach mal eine größere Speicherkarte her. Als ich vor knapp 2 Jahren meine Finepix gekauft habe, war die xd-PictureCard der letzte Schrei. 256 MB waren sauteuer, 128 MB waren aus, also stand ich da mit 64 MB. Gehen 40 Bilder drauf, bei 4 Megapixel. Mal ehrlich: Früher hat man doch im Urlaub auch nicht mehr als 40 Bilder gemacht.

Inzwischen kostet Speicher ja nix mehr, also habe ich mir dann kürzlich doch mal 512 MB gegönnt. Die ich unletzt beim Nordsee-Kurzurlaub natürlich eingelegt habe. Bloß knispen war nicht wirklich drin: Bei jedem 2. Bild gabs einen Write bzw. Read-Error. 10 Bilder waren dann drauf, wo theoretisch an die 300 draufpassen würden. Runter bekam ich sie auch nicht, mein iBook hat die angedockte Kamera gepflegt ignoriert.

Ich bin dann mit der xd-Card in den nächsten Drogeriemarkt marschiert. Ist ja heutzutage üblich, mache ich aber sonst nie. Ich ziehe die Bilder auf meinen Mac mini und die schönsten Bilder lade ich faul via iPhoto hoch und lasse sie mir schicken. Wozu vor die Tür gehen…

Als erstes marschiere ich an den hauseigenen Automaten. Karte rein, Picture-CD ausgewählt. Klappe geht auf, CD liegt drin und die Ansage kommt, doch bitte die CD ins Laufwerk zu legen. Also CD rein, und die wir ganz offensichtlich auch beschrieben. Das Laufwerk zischt wieder auf und die freundliche Bitte erscheint auf dem Monitor, jetzt doch bitte die CD in ein Tütchen zu legen und das gewünschte anzukreuzen. Picture-CD zum Beispiel. Hä? Ich frage mich, was dann bitte auf der eben beschriebenen CD drauf sein soll. Wozu soll ich eine CD einschicken, um dann eine CD wiederzukriegen?

Ich marschiere zu Kasse, die Dame ist hilfsbereit, aber ratlos. Die nächste Kollegin weiß immerhin, dass es tatsächlich nur so geht. Was auf der eben „gebrannten“ CD drauf ist weiß sie nicht, aber ich darf sie behalten.

Also an den zweiten Automaten, diesmal einer eines kameraherstellers. Da ist gerade eine Dame beschäftigt, die wiederum Bilder von einer CD ausdrucken will. Sie ist auch schon leicht verzweifelt, weil sie die Angaben auf dem Touch Screen einfach nicht versteht. Das kann ich ihr erklären und eine flotte Viertelstunde später ploppen ungefähr 700 Bilder im Schneckentempo aus dem Automaten.

Währenddessen erkläre ich einem jungen Mann, der kein deutsch spricht, dass es sich bei dem Artikel in seiner Hand tatsächlich um die von seiner Freundin gewünschten Makeup-Schwämmchen handelt.

Nicht lange später kann ich endlich auch an diesem Automaten meine xd-Card einlegen. Alles easy bis zum Punkt Picture-CD. Ein Laufwerk poppt auf: Bitte Picture-CD einlegen… Suchende Blicke, hier liegt nix. Meinen eigenen Rohling, den ich in einem nassforschen Anfall von Selbstständigkeit eingesteckt habe, interessiert ihn nicht. War ja klar. Leicht gereizt latsche ich wieder zur Kasse, die nächste Kollegin eilt herbei. Ja, die CDs seien leer. Sie hüpft ins Lager und kommt mit einen Spindel Picture-CDs zurück. Ich kann sie gerade noch davon abhalten, die Spindel auf dem Kopf stehend aufzumachen, indem sie den Drehverschluss nach oben abrupft.

Nach insgesamt einer halben Stunde habe ich endlich eine CD mit 10 Fotos in der Hand.

Zu Hause habe ich dann eine Runde gegoogelt und herausgefunden, dass ein Firmware-Update meiner Kamera auf die Sprünge helfen könnte. Nur leider lässt sich das widerborstige Teil nicht updaten. Der Mac stürzt entweder gleich beim auslesen ab oder die Datei auf der Speicherkarte landet nur beschädigt auf der Speicherkarte. Apple ist ja auch so ein mieser Klugscheißer: Klicke ich auf „Finder neustarten“, passiert einfach gar nichts. Es kommt aber auch keine Fehlermeldung. Der Kerl tut einfach so, als hätte er genau nach Plan gehandelt. Ich habe aber ein Problem mit Klugscheißern: Ich bin selber einer. Ich bin Kassenwart beim 1. FC Klugscheißer und ich streite mich ungern mit dem ersten Vorsitzenden des gleichen Vereins rum! Ja ja, ich weiß üble Vermenschlichung einer Maschine.

Am Windowsrechner passiert im Übrigen genau das gleiche, nur gibt’s hier Fehlermeldungen. Die helfen aber auch nicht weiter. Ein entnervter Anruf bei der Fujifilm-Hotline: „Ja, das sollten Sie sowieso lieber nicht selbst machen, schicken Sies einfach an uns…“

 

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Valli wird stadtfein…

Valentina on Nov 27th 2006 12:45 am

So langsam kann ich mich auch in Instanzen trauen, ohne in Kleinteilen wieder rauszukommen. Dank einigermassen solider Ausruestung, naemlich in inzwischen fuenf Teilen des Ehre-Sets. In diesem Fall “fotografiert” am Eingang zu Scholomance. Zum Teil ziemlich happige Gegner, zum Beispiel die Skelette sind schwer zu tanken. Die Kerle sind einfach wieselflink. Oder man wird flott in einen anderen Raum portiert, auch sehr schoen fuer alle Beteiligten…

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„Killerspiele“-Diskussion reloaded

Valentina on Nov 21st 2006 11:49 pm

Zugegeben: Eigentlich kann man der Diskussion kaum etwas hinzufügen, was nicht viele, unter anderem zwei meiner Lieblingsblogs zum Thema Spiele, schon getan hätten. Antigames & d-frag zum Beispiel. Zumal mich diese Diskussion zunehmend frustriert. Andererseits muss ich mir einfach mal Luft machen.

Die meisten Leute wissen derzeit ja total Bescheid und hatten ja sowieso schon lange gefordert, endlich diese „Killerspiele“ zu verbieten. Als ob dann niemand mehr durchdreht, frustriert wäre, Hass empfände. Blaupausen fuer den finalen Abgang mit möglichst viel Effekt hat es schon immer gegeben. In Literatur, Film oder auch den täglichen Nachrichten.
Natürlich haben Unterhaltungsmedien wie Bücher und Filme einen Einfluss. Das weiß man nicht erst seit Goethes Werther, nach dessen großem Erfolg das Werther-Fieber ausbrach. Und es angeblich verstärkt Selbstmorde junger Männer gab, wobei das nicht belegt ist. Heute gibt es neben Büchern, Filmen oder Musik bekanntlich ein weiteres Unterhaltungsmedium: Computerspiele.

Klar, ich denke schon, dass man über manche Spiele diskutieren kann. Und wenn mir CliffyB, seines Zeichens Lead Designer von „Gears of War“ sagt, wem das Science Fiction-Gemetzel nicht gefalle, der koenne ja Viva Pinata spielen, dann frage ich mich schon, ob ihm klar ist, dass ein bisschen Verantwortung schon dazu gehört. Man kann nicht erwarten, dass Spiele als Unterhaltungsmedium wie Bücher und Filme akzeptiert werden, wenn ich mich bei den Inhalten keiner Diskussion stelle. Wobei ich Gears of War natürlich nicht als Anleitung zum Kriegspielen verstehe, schließlich kann man die völlig übertriebenen Kampfmaschinen-Männlein nicht bierernst nehmen. Aber wenn der Designer als eins der großartigsten Features im Spiel die Kettensäge an der Wumme feiert, na ja.

Trotzdem: Diese distanzlose Hysterie, mit der man jetzt wieder Spiele als Alleinschuldige ausgemacht haben will, ist ziemlich daneben. Distanzlose Hysterie gestehe ich Angehörigen und Opfern zu, denn ich würde sicher auch nicht komplexe Ursachenforschung betreiben, wenn mir gerade Rauchbomben um die Ohren geflogen wären. Aber Opfer und Angehörigen gehen bei der Diskussion meist unter.

Leider gerät man in Diskussionen mit Kulturpessimisten (heißt: Früher war alles besser) schnell in die Rechtfertigungslage. Dabei sollte man doch über einen ganzen Katalog von Ursachen sprechen: Das verkorkste deutsche Schulsystem, dass man spätestens anlässlich der Wiedervereinigung hätte reformieren müssen. Eltern, die noch nie mit ihren Kindern ein Spiel gespielt haben oder denn sich mal Game-Genres erklären lassen. Oder wie im vorliegenden Fall mal über den unerlaubten Waffenbesitz nachdenken oder warum jemand anscheinend zwei Jahre lang Amoklauf und Gewaltfantasien ins Netz stellt und niemand reagiert.
In den Nachrichten der ARD wird von „Dom“, statt von „Doom“ gesprochen, man hat hier also von dem Spiel noch nie gehört. Mal ganz davon abgesehen, dass noch niemand sicher weiß, inwieweit eins oder mehrer Games überhaupt eine Rolle spielen. Kennen wir doch schon: Das „Steinhäuser war passionierter Counterstrike-Spieler“-Gerücht hält sich hartnäckig, obwohl im (im Web öffentlich nachlesbaren) Abschlussbericht steht, dass es nicht der Wahrheit entspricht.
Immerhin hat Spiegel Online relativ schnell genauer nachrecherchiert und die Counterstrike-Map von Sebastian B. als Mär bezeichnet. In den meisten Medien wurde schnell von der Map zum idealen Training gesprochen. Ziemlich sicher in völligen Unkenntnis der Tatsache, dass man in vielen Spielen per Editor Maps bauen kann, üblicherweise nicht, weil man damit so großartig Amokläufe oder ähnliches trainieren kann.

Natürlich kann sich jeder Mensch dieser Erde in seiner Fantasie alles Mögliche ausmalen. Üblicherweise tut man es aber nicht. Warum? Tja, weil normalerweise irgendwann der gesunde Menschenverstand wieder einsetzt. Bei Sebastian B. war das nicht der Fall. Warum das so war, wird man sicher nicht mit dem Titel eines oder mehrerer Spiele beantworten können.

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WoW-Diary 41: Lava-Probleme und Drachen

Valentina on Nov 16th 2006 05:46 pm

Ring, ring: Telefon am Dienstagabend. Ernie ist dran: „So Valli, es wird Zeit, dass Du mal von richtig unangenehmen Gegnern auf die Nuss kriegst. Also umskillen und wenn nach der Session die Taste fürs Rüssi-zerreißen noch ganz ist, hast Du was falsch gemacht!“.

Das klingt so vielversprechend, dass ich mir (ebenfalls auf Anweisung) noch schnell einen grünen Tee für die mentale Fitness aufbrühe und dann schnell an den Rechner sprinte. Zusammen mit Langzeit-WoW-Buddy Frank, alias Kriegerin Amera wird flott umgeskillt. Und zwar auf zahnloser Tiger. Will heißen, Valli wird solider Def-Tank. Platte hinhalten, Rüstung zerreißen und Gegner verspotten. Der beste Freund von allen findet das ziemlich doof am elektronischen Rollenspiel. Als alter Pen and Paper-Hase ist er härtere Bedingungen gewohnt.
„Du glaubst doch nicht, dass so eine Mega-Klops von Drachen so dämlich ist, sich von Magiern und Druiden beschießen zu lassen, nur weil vorne einer steht, der seine Mutter als rostige Drahtbürste beschimpft!“

Pfff, das ist natürlich mal wieder viel zu vereinfacht ausgedrückt, soll mich hier aber nicht zu längeren Exkursen hinreißen.
Jedenfalls wird’s schnell hektisch. Bisher habe ich mir erst ein paar mal in die Blackrocktiefen gewagt, der ersten Highlevel-Instanz, die aber noch mit 5 Mann zu machen ist. Jetzt geht’s in die Blackrockspitze zu dem guten, alten Drakkisath. Und zwar zu zehnt. Und der Rest der Truppe ist ein top-eingespieltes Team aus alten Kämpfern. Da bricht bei mir ein wenig der Schweiß aus, zumal ich frisch umgeskillt leichte Orientierungsschwierigkeiten habe. Ein paar Fähigkeiten weniger, dafür andere dazu: Blind spielen ist noch nicht. Erste Hürde, das Stadion. Irgendetwas geht schief und alles stürzt sich gleichzeitig auf uns – gottseidank war ich nicht schuld. „Ein Wipe ist es erst, wenn alle tot sind“, schreit jemand ins TS. Sehr kurze Zeit später ist es ein Wipe…

Also laufen. Jetzt wird’s kompliziert: In der Irrwisch-Perspektive habe ich irgendwie Steuerungsprobleme. Das kommt immer ein wenig wie Ego-Perspektive rüber, ist aber keine. Jedenfalls kann ich den kleinen flackernden Irrwisch einfach nicht ordentlich steuern. Und da gibt’s diesen Lava-See, wenn man in den Blackrock will. Irgendein Leveldesigner, der zu viel Pfefferminztee getrunken hat, hat dafür gesorgt, dass man auf einer Kette rauf und runter eiern muss. Ich bin Krieger, kein Trapezkünstler! Jedenfalls stürze ich (fast) immer in de Lava. Und darin kann man nicht richtig schwimmen. Ich dümple also hilflos im Lavasee, während Frank mich mit seiner Kriegerin über „Folgen“ freizukriegen versucht. Was aber bei Ecken und Kurven immer schwierig ist. „Rezzen“ schreit er irgendwann verzweifelt, während sich die zwischenzeitlich wiederbelebten Magier, Priester und Druiden innerhalb der Instanz über das seltsame Treiben den Tanks wundern. Man möchte ja nun auch nicht in einem 10er-Raid vermelden, man sei zu doof, aus der Lava zu kommen…

Wieder im Stadion klappt es dann besser und wir schaffen es einigermaßen unbeschadet bis zur Bestie. Aufopferungsvoll werfe ich mich in die Schlacht, getreu dem Motto: Lasst mich zurück, ihr schafft es nur ohne mich! Die Bestie und ich verlassen die Bühne dann immerhin gleichzeitig.
Ähnlich läuft es bei Drakkisath: wir gehen gemeinsam zu Boden. Trotzdem erfolgreich gelaufen, Valli bekommt neue Schienbeinschoner und ein bisschen Platte für Obenrum.
Aber über diesen Lava-See muss ich dringend mit Blizzard reden, das geht so nicht ;-)

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Videodownloads mit der Xbox360 in den USA

Valentina on Nov 8th 2006 12:13 pm

Microsoft wills wissen und „Kollegen“ wie Apple Konkurrenz machen: Ab 22. November kann man in den USA Filme und Serien downloaden. Außerdem rücken die Redmonder Google auf die Pelle und startete den 3D-Landkartendienst „3d maps“.

Den Downloadservice schenkt sich MS gewissermaßen zum 1. Geburtstag. Damit ist die 360 die erste Spielekonsole, die TV Shows und Filme in HD und Standard Qualität anbietet. Sagt man selbst, dass darf man aber sicher glauben.
Genannt werden Serien wie CSI-Miami oder ge-remasterte Folgen von Star Trek werden oder Filme wie Mission Impossible III.
Verträge wurden unter anderem mit CBS, MTV und Paramount geschlossen.
Die Deutschen gucken wie immer erst mal in die vielzitierte Röhre. Das soll sich aber ändern. Pressetext meldete heute morgen, dass man verhandele. Einen Starttermin für Europa gibt es aber noch nicht. Solche Rechte sind für das wenig homogene Europa ziemlich aufwändig zu verhandeln.
Da bin ich ja mal gespannt, wer schneller am Start ist: Apple oder MS…

Und vor allem: Wie schnell ist die 20 GB-Platte der 360 voll?

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Warten!

Valentina on Nov 6th 2006 01:03 am

Grr, noch 5 Stunden. Und ich dachte, ich beta-teste noch mal ein bisschen The Burning Crusade…

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Games am Mac

Valentina on Nov 2nd 2006 10:58 am

An Apple Gamer
An Apple Gamer

Gemein, man macht sich über spielen am Mac lustig. Dabei kann man das einzig wirklich wichtige Spiel der Welt hervorragend am Mac zocken ;-)

By the way: Es handelt es sich hier um ein “Soapbox”-Video, Microsofts Antwort auf YouTube & Konsorten…

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