Zwar habe ich Herr der Ringe Online vorrangig aus dienstlichen Gründen angefangen, Spass machts aber trotzdem
Das ist meine Hobbit-Schurkin Loewenzahn im zarten Alter von Level 2. Bericht folgt!
Valentina on Apr 30th 2007 03:42 pm
Zwar habe ich Herr der Ringe Online vorrangig aus dienstlichen Gründen angefangen, Spass machts aber trotzdem
Das ist meine Hobbit-Schurkin Loewenzahn im zarten Alter von Level 2. Bericht folgt!
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Valentina on Apr 22nd 2007 07:17 pm
Das digitale Leben ist voller Hürden: Man nehme die Passwörter-Flut. Seit die ganze Welt online ist, muss man sich überall registrieren. Beim Online-Versand, bei iTunes, beim Online-Banking sowieso, beim Provider usw und so fort. Fehlt nur noch, dass mein Friseur eine Homepage bietet, mit Forum, für das man sich selbstredend registrieren muss. Themen-Rubriken: Dauerwelle, Strähnchen, Klatsch & Tratsch. Man fände wahrscheinlich Nicknames wie “Föhnwelle” und “Vokuhila”… Ich wills gar nicht weiter ausmalen…
Ich jedenfalls nutze inzwischen das Firefox Kryptpgrafie-Modul. Keine Ahnung, wie sicher das ist, aber ich drehe sonst durch. Ständig fordere ich neue Passwörter an und ständig stolpere ich über Geheimfragen. Man bekommt ja für solche Fälle meist diverse Fragen zur Auswahl, wenn man sich registriert: Geburtsname der Mutter, die Straße , in der man aufwuchs usw. Neulich war es mal wieder soweit: Keine Ahnung, was ich bei meinem Provider für einen Login, geschweige denn Passwort vergeben habe. Und das Kryptografie-Modul, meine Merkmaschine, war hier leider noch nicht tätig. Also die übliche Prozedur durchgespielt. Und dann kam es zum äußersten: Die Geheimfrage war dran.
Wie heißt Ihr Lieblingsstofftier?
Eine Sekunde Fassungslosigkeit…. Häh? Wie bitte? Mein LIEBLINGSSTOFFTIER? Das habe ich, ich schwörs, niemals als Geheimfrage gewählt! Ja, ich gebe zu, ich besitze das ein oder andere Stofftier aus Kindertagen, dass ich nicht notleidenden Kindern gespendet habe. Um genau zu sein, zwei Stück. Eine Stoffhasen und einen Waschbären. Beide solide verstrubbelt, weil wirklich lange liebgehabt. Aber sorry, sie haben keine Namen. Und ich habe so eine schwachsinnige Geheimfrage niemals gewählt. Ich raufe mir die Haare, denn hier ist Endstation.
Eine gute Freundin, versierte Programmiererin, meint fachmännisch: Ist bestimmt ein Fehler in der Abfrage. Jawoll, liebe rosa Outsourcing-Könige, das ist die Geheimfrage von jemandem anders! Damit habe ich nichts zu tun!
Also heißt es eMail schreiben: Lieber Support, ich alter Schussel habe leider die Antwort auf die geheime Geheimfrage nicht zur Hand. Das ist alles so geheim, dass ich diese Geheimnis nicht lösen kann. Bitte zurücksetzen.
Die Antwort kam fix: Wir schicken eine neues Passwort per Post. Fantastisch: Ich bekomme analoge Post, wie aufregend!
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Valentina on Apr 20th 2007 10:14 am
Zuletzt ist mir das nach dem Besuch des Films Pan’s Labyrinth so richtig bewusst geworden. Ich bin aus diesem sehr berührenden Film gekommen und musste mich erstmal schütteln: Niemals, da war ich mit in diesem Moment absolut sicher, wird ein Spiel eine so intensive Wirkung haben, wie ein Film. Ich hätte nicht sofort sauber erklären können, warum das so ist. Außer das man auf einer Kinoleinwand mit hervorragenden Schauspielern, gigantischen Bildern und Sound völlig überrollt wird. Dafür hat jetzt hat das britische Board of Film Classification eine Studie veröffentlich.
Das BBFC ist britische Gegenstück zur deutschen FSK. In der Studie wurde untersucht, wer Videospiele spielt, welchen Einfluss sie haben und wie Gewalt im Spiel eigentlich von den Spielern gesehen wird.
Wichtigstes Ergebniss: Die emotionale Beeinflussung bei Filmen sei höher, als bei Spielen. Was unter anderem daran liege, das Gegner oder Protagonisten im Spiel keine Persönlichkeit haben, nicht echt aussehen und so auch ihre Ausschaltung nicht echt ist und wirkt. Spieler seien sich sehr wohl bewusst, dass sie spielen und man es nicht mit der Realität zu tun hat. Zwar würden Spieler auf nicht spielende Menschen oft völlig entrückt wirken, aber tatsächlich seien sie weniger vereinahmt, als Kinogänger. Das liege vor allem daran, dass sie sich auf den Spiel-Fortgang konzentrieren müssen, auf das Weiterkommen. Wo gehts lang, wo muss ich klicken, wie komme ich über die Schlucht dort vorne: Es gibt immer etwas zu tun.
Bei Spielen sei aktive Teilnahme gefordert und die Belohnung für die Spieler besteht in dem Gefühl, etwas erreicht zu haben. Was natürlich bei Filmen nicht der Fall sein kann. Spiele sind wohl einfach besser darin, Action zu entwickeln, als glaubwürdige Charaktere. Emotionen lösen Filme weitaus besser aus, als Spiele. Ich persönlich denke, dass wird auch immer so bleiben. Wir haben es einfach mit zwei Medien zu tun, die zwar beide der Unterhaltung dienen, aber trotzdem mit unterschiedlichen Mitteln arbeiten (müssen). Es gibt viele Gemeinsamkeiten und Parallelen, aber sind nicht gleich. Im positiven und negativen Sinne.
Radikal ausgedrückt: “Eine Geschichte im Spiel ist wie eine Geschichte im Porno”. Dieses Zitat wird dem Videospiel-Programmierer John Carmack zugeschrieben. Das mag nun ein bisschen hart formuliert sein, denn es gibt schon gute Geschichten in Spielen. Aber im Kern ist das sicher nicht verkehrt.
Um zur Studie zurückzukommen: Laut BBFC-Erkenntnissen ist Gewalt durchaus auch bei Spielern ein Thema. Eine Erkenntnis, die die meisten Spieler vielleicht eher die Augen rollen lässt. In den vielen guten Blogs zum Thema Spiele wird ziemlich viel diskutiert. Wobei ich finde, dass nach außen hin die offene Diskussion noch mehr stattfinden kann oder qualitativ anders laufen könnte. Klar kann man sich, zu Recht, in Foren von Magazinen echauffieren, wenn die einen fürchterlich tendenziösen Beitrag machen. Aber allzu oft ist doch Schweigen im Walde, wenn es um eine fundierte Diskussion geht. Die BBFC-Studie sagt aber auch, dass es Spieler sehr wohl beunruhigt, wenn in Spielen Boshaftigkeit siegt. Aber Gewalt in TV oder auf der Kinoleinwand empfinden viele als wesentlich unangenehmer.
Das jüngere Spieler trotzdem gerne Titel spielen wollen, für die sie zu jung sind, läge laut befragten Spielern vor allem an Mund-zu-Mund-Propaganda. Eigentlich eine Binsenweisheit. Das ist schließlich bei den meisten Dingen so.
Das ist natürlich alles kein Grund, als Spieler zu schreien, juchu, Filme sind viel schlimmer. Über Spiele-Inhalte muss man auch diskutieren dürfen. Aber es rückt doch einige häufig zu hörende, in meinen Augen teilweise völlig absurde, Thesen etwas gerade.
Die Studie kann man vom BBFC bekommen, auf ihrer Seite scheint sie aber nicht frei downloadbar zu sein. Zumindest gestern war sie dort nicht mehr zu finden.
Eine Zusammenfassung lässt sich bei Golem nachlesen.
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Valentina on Apr 20th 2007 09:14 am
So, am Wochenende läuft nun die Doku, an der ich alles in allem 6 Monate gearbeitet habe, in verschieden intensiven Phasen. Im Prinzip ist in den diversen Making Of-Teilen alles dazu gesagt. Bleibt nur noch der Hinweis, heute mal auf die neues-Homepage zu schauen. Angesehen davon, dass unser Online-Fuchs und Ich uns ziemlich viel Mühe mit einem umfangreichen Online-Angebot gemacht haben, wird im Laufe des Tages die Doku dort schon vorab als Stream zu sehen sein.
Außerdem habe ich alle geführten Interviews in mühsamer 2-Finger-Tipp-Arbeit, wildem hin- und herspulen auf zig Bändern und diverser Übersetzungstätigkeiten transkribiert. Sprich: Rausgeschrieben. Denn wie schon an anderer Stelle erwähnt sagen im Grunde alle Gesprächspartern viele interessante Dinge. 28 Minuten sind aber schneller rum, als man glaubt und Auswahl der OTöne nicht immer ganz leicht. Also: Alle Interviews mit Spielern, Machern, Experten und Wissenschaftlern sind nachlesbar auf den neues-Seiten. Ein Fleißbienchen ist das immerhin wert, oder?
Ich bin gespannt, wie der Film ankommt. Da schaut ja nicht nur der ein oder andere WoW-Spieler, die Pen & Paper-Rollenspieler oder Spieler von anderen MMOs. Auch bei 3sat gibts Ansprüche und Erwartungen an den Film. Ich weiß natürlich jetzt schon, dass nicht jeder Juchee schreien wird. Damit muss man leben. Bitte seht den Film als das, was er ist: Der Versuch, die Faszination Spielen – mit Fokus Online-Rollenspiel – zu beleuchten. Mit zeitlich begrenzten Möglichkeiten und den Grenzen des Mediums Fernsehen.
Bleibt noch ein Dankeschön an alle Beteiligten, vor allem weil ein Dreh schon etwas Umstände bedeutet.
Elune erleuchte euren Weg
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Valentina on Apr 17th 2007 10:44 am
Gerade beim WoW-Blogger entdeckt: Der WoW-Desktop für Windows XP. Für hartgesottene Fans. Musste ich natürlich gleich mal ausprobieren, auf meinem Windwos-Test-Rechner in der Redaktion. Sieht ganz nett aus. Manche Icons werden angepasst, andere nicht. Dadurch sucht man ab und an mal Programme, die nicht auf den ersten Blick ins Auge fallen. Jedenfalls ein nettes Spielzeug, was ich zumindest mal eine Weile nutzen werde.
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Valentina on Apr 11th 2007 03:54 pm
Boa, bin ich froh, nicht auf einem PvP-Server zu spielen… Ich habe freundlich gewunken und das Duell abgelehnt. Das schadet nur der Frisur ![]()
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Valentina on Apr 10th 2007 03:35 pm
Druckfrisch in den Kiosken liegt gerade Deutschlands erstes Spielemagazin für Sie, also mich. Oder so… Jedenfalls soll mit dem handlichen Pocketformat gezielt die Frau zwischen 19 und 40 Jahren angesprochen werden. Der beste Freund von allen lästerte angesichts eines Play Vanilla-Werbespots: Was soll da drinstehen, Schminktipps?
Ich habs mal nachgeprüft…
Nein, keine Tipps, wie man die PSP als Schminkspiegel nutzen kann. Das Cover sieht auf den ersten Blick nicht nach Zocker-Heft aus. Die angepriesenen Themen lauten unter anderem: 69 trendige Spiele! Coole Accessoires für iPod, Handy und Ihr Zuhause! Fit wii nie, die neuen Schlankmacher Wii und Eyetoy im Test! Eigentlich fehlt doch tatsächlich nur die Anleitung, wie die PSP als Schminkspiegel zu nutzen ist… Aber ich will hier nicht einfach lästern.
Warum ein eigenes Magazin für Zockerweibchen sein muss, verrät die Seite drei. Man müsse sich nur umsehen und fände Freundinnen, Bekannte, Verwandte, die spielten. Oder Spiele auf ihr Handy laden und – natürlich – World of Warcraft spielen. Erwischt! Ich gehöre schon mal zu letzteren.
Play Vanilla sei für alle diejenigen etwas, denen die kurze Technikseite einer Fernsehzeitschrift zu oberflächlich sei, aber mit öden Tabellen und technikverliebten Gequatsche nichts anfangen könnten. Das ist ein durchaus gelungenen Ansatz, theoretisch zumindest. Denn die angekündigten Hintergrundberichte sind kaum länger als 2 Seiten, im DIN A5-Format. Da lese ich in Magazinen, die sich ebenfalls auf die Fahnen geschrieben haben, anders zu sein, mehr. In der Gee oder der Ple beispielsweise.
Gelungen finde ich die Einteilung der vorgestellten Spiele in Short Play, Happy Hour und Ladies Night. Das klingt zwar nicht gerade eindeutig, dahinter verbergen sich aber durchaus mal neue Einteilungskriterien. Short Play kennzeichnet Spiele für die Viertelstunde zwischendurch, beim Warten auf den Zug oder unterwegs im ÖPNV. Happy Hour sind Neuheiten, mit denen man auch mal ein Stündchen Spaß haben kann, heißt, Sport- oder Rennspiele. In der Kategorie Ladies Night finden sich Adventure oder Rollenspiele, also alles, wofür man viel Zeit braucht.
Die auch in anderen Spiele-Zeitschriften üblichen Seiten mit Gadgets gibt’s hier auch. Nur findet man hier auch Paris Hiltons güldene PSP und das Swarovski-veredelte Handy.
Es folgt der Teil First Look. Ein Thema, nicht besonders innovativ, aber für eine Erstausgabe wahrscheinlich Pflicht: Die Aufzählungen spielender Promi-Frauen. Da erzählen diverse Doppel-X-Chromosom-Trägerinnen, was und worauf sie so spielen. Das ist nicht immer gleich informativ. Julis Eva Briegel erzählt wesentlich mehr, als Boxerin Regina Halmich, bei der eigentlich nur nachzulesen ist, das sie spielt. Geziert von einer Anzeige ihres eigenen Boxspiels. Ach ja, das spielt sie natürlich…
Im First Look gibt’s eine Reportage – eine Spalte Text – zur Launchparty der PS3. Oder ein Artikel zu Assasins Creed, das Spiel von einer Frau.
Im Bereich Short Play liest man, wie eine Handy Soap entsteht und findet eine Übersicht der Handvoll existenten iPod-Spiele. Und als eine der Short Play-Tipps: Loco Roco, erschienen Juni 2006…
Im Bereich Happy Hour dann der auf dem Titel angekündigte Fitness-Bericht. Ein lizenzierter Fitnesstrainer klopft die einschlägig Verdächtigen Wii Sports und Eye Toy Kinetic auf ihren Fitness-Gehalt ab. Das ist immerhin mal mehr als 2 Seiten lang, dank vieler Fotos.
Alles in allem sieht das erste Heft ein bisschen nach unter Zeitdruck zusammengestellten Themen aus. Oder man dachte sich, die meisten Mädels sind nicht wirklich auf dem neusten Stand.
Gelungen sind dagegen Artikel wie die über die beste Sudoku-Spielerin Deutschlands. Einfach, weil hier mal Seitenpfade ausgeleuchtet werden, statt nur das neuste, unglaublich hammermäßig aussehende Spiel in HD-Optik vorzustellen.
Gewertet wird auch und zwar in 1 bis 5 Vanillas. 5 bedeutet eine uneingeschränkte Empfehlung, ein Vanilla dagegen: Hände weg. Bei einer Zielgruppe von 19 bis 40 scheint mir aber der Splatter-Hinweis etwas albern. Eine Alterskennzeichnung und eine klare Inhaltsbeschreibung tuns meiner Meinung nach. So sieht das aus, als unterstellt man allen spielenden Frauen, sie hätten mit Splatter-Elementen ein Problem. Das kann und darf man natürlich haben, aber das würde ich nicht aufs Geschlecht reduzieren.
Das klingt zwar jetzt nach fürchterlichem Veriss, aber so schlimm finde ich die Play Vanilla nicht. Zum einen würde ich die zweite Ausgabe mal abwarten, zum anderen ist es zumindest teilweise kurzweilige Unterhaltung. Wenn man 2006 NICHT auf der Games Convention, der E3, der CeBIT UND der IFA war…
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