Sieht aus, wie eins dieser Schieberätsel, ist aber wohl nur ein Texturfehler. Meine Mitspieler haben mich beschuldigt, ich hätte Drogen genommen, Frechheit. Das war da, hier ist der Beweis. Und ich hatte nichts außer grünem Tee intus ![]()
Valentinas Blog
Tagebuch einer durchschnittlichen aber begeisterten Spielerin
Hää?
Valentina on Mai 28th 2007 06:27 pm
Filed in World of Warcraft | Comments (1)
Schulden…
Valentina on Mai 28th 2007 10:38 am
Olnigg findet, sie seien das Krebsgeschwür der MMOs: Die Goldkäufer. Puh, nochmal davon gekommen, ich habs nur bei einem Mitspieler geliehen und ehrlich zurückgezahlt. Siehe Schulden-Zettel…
Aber mal im Ernst, ich hatte durchaus schon mit dem Gedanken gespielt, beim ersten Charakter. Wenn man nicht zig Level 60 (oder inzwischen 70er) Charaktere hat, ist ab Level 40 das Mount meist in weiter Ferne.
Und das ist wirklich sehr nervig. Ich finde sowieso, dass es fairer wäre, die Leute ab der Hälfte der erreichbaren Level reiten zu lassen. Was ist daran Spielspaß und Herausforderung, mehr Kilometer zu machen, den Finger auf der W-Taste zu halten, sich im Schnecktempo voranzuarbeiten und ab und an Bäumen auszuweichen?
Die Goldanbieter sind im Übrigen die wahre Pest. Inzwischen kann man ja die Spam-Briefe, die mir Goldkäufe anbieten, zwar melden, natürlich bekomme ich aber seitdem keine mehr.
Olnigg findet:
Wieso sind Goldkäufer an allem Schuld? Wer Gold verkauft ist doch viel schuldiger!
Kein Angebot ohne Nachfrage. Würde sich das Verkaufen von Items und Gold nicht lohnen, dann würden die Goldverkäufer ihr Glück sicherlich an anderer Stelle versuchen. (Schmuggler, Menschenhändler, Spielentwickler, usw.)
Da sich aber träge Menschen wie du einbilden, auch im Spiel ihren umfangreichen Arsch nicht anstrengen zu müssen, finden die Goldhändler einen hungrigen Absatzmarkt vor.
Übertreibung verdeutlicht: Da ist was dran. Ich finde Powerlevelling an sich aber noch schäbiger. Ich fände es zwar auch schön, endlich auch meine Magierin in die Scherbenwelt schicken zu können, aber es würde sich nicht gut anfühlen, wenn ich dabei schummeln würde. Das hört sich vielleicht pathetisch an, aber ganz ehrlich: Es ist nicht das gleiche, wie selbst geschafft.
Eine spiel-eigene Bank, die diesen Namen auch verdient, wäre gar nicht schlecht. Dann wäre ich zwar wahrscheinlich Don Dispo, aber wat solls. Lieber ehrlich in den Miesen, als unehrlich beim Goldhai gekauft. Ich könnte zwar natürlich der guten Nusspli (Level 45-Mage) jede Menge Kröten von Valli (Level 69-Kriegerin) rüberschieben. Aber irgendwie mag ich das nicht. Das ist Vallis Geld! Soll die Gnomin gefälligst Wasser und Brot in IF verkaufen und selbst Geld verdienen. Das ist alles meins, äh Vallis!
Filed in World of Warcraft | Comments (1)
Monster-Maus-Zeiger
Valentina on Mai 25th 2007 02:10 pm
Freitag, vor einem langen Wochenende: Nur, wer wirklich was zu tun hat, sitzt nach 15 Uhr noch in der Redaktion. Was nicht heißt, dass man sich nicht ab und zu zur Erheiterung mit Unsinn beschäftigen darf. Grade schickt mir Kollege Benzi folgenden Link:
Also bitte: Wenn ihr euch das angesehen und gehört habt, denkt beim nächsten Mal sinnlos-wohin-klicken an die armen Menschen, die dafür hart arbeiten müssen!
Schönes Pfingstwochenende!
Filed in Kurz gemeldet | Comments (0)
Wiederholung Rollenspiel-Doku am 29. Juli 2007
Valentina on Mai 24th 2007 09:22 am
Uh, sorry: Kaum hatte ich es gepostet, wurde ich von der aktuellen Planung eingeholt. Die Wiederholung soll nun am 29. Juli laufen, das ist sicher. Es wird nämlich in den ersten 3 Wochen der Sommerpause eine ganz spannend klingende Reihe zum Thema simulierte Welten laufen. Am 15. Juli geht es um simulierte Welten an sich und in welchen Bereichen sich inzwischen aufwändige Siumulation finden. Nämlich nicht nur im Bereich Spiele oder dem allgegenwärtigen Second Life, auch in der Architektur, Medizin oder Wissenschaft, wo Welten in Projektionsräumen aufwändig simuliert werden.
Am 22. Juli läuft eine Premiere, ein Spielfilm, der sich mit der Vermischung eines Computerspiels und der Realität beschäftigt. Eine vertrackte Geschichte, bei der man bis zum Schluss rätselt, was Spiel ist und was nicht. Dazu kann ich noch nicht mehr erzählen, weil die Planung noch läuft.
Und die Reihe komplett machen soll das die Doku “Von Magiern & Kriegern” am 29. Juli.
Filed in Kurz gemeldet,Making of...,Redaktionsgeschichten | Comments (0)
Rollenspiel-Doku: Wiederholung & Resümee
Valentina on Mai 19th 2007 12:03 pm
Vier Wochen ist es jetzt her, dass Von Magiern & Kriegern gelaufen ist und rund um den Termin hat sich einiges getan: Diskussionen, Fragen, Feedback, eMails etc. Irgendwie war das doch einiges, auf das es sich lohnt, zurückzublicken oder einzugehen.
Zunächst mal: Im Web ist das ganze durch die Decke gegangen. Die ZDF-Server haben gewissermaßen geraucht, vor Stream-Aufrufen. Das ist nun nicht so ungewöhnlich, es gibt immer wieder Filme oder Clips, die viel abgerufen werden. Walter Moers Bonker-Video zum Beispiel oder Julia – Wege zum Glück… Bei letzterem sollte man meinen, dass die Zielgruppe eher auf der Couch sitzt, statt Video on Demand zu nutzen.
Bei der Rollenspiel-Doku war zu erwarten, dass es im Web gut läuft, liegt ja in der Natur des Themas Online. An den TV-Bildschirmen war die Doku durchschnittlich eingeschaltet, womit wir gerechnet hatten. Schön wäre natürlich gewesen, wenn es überdurchschnittlich gewesen wäre, weil solche Themen dann auch im Sender eher wahrgenommen werden. Aber auch so war das Echo vernehmlich: Im April hat die Doku die Top 25 der Mediathek-Abrufe angeführt und zwar mit Abstand. Für eine 3sat-Doku ist das schon etwas besonderes.
Es schrieb sogar ein Politiker, der einen Mitschnitt wollte, der medienpolitische Sprecher einer linken Partei. Er interessiere sich im Zuge seiner Arbeit für das Thema, schrieb er.
In einigen Foren wurde heftig diskutiert, einiges davon habe ich natürlich gelesen. Die meisten Punkte sind in den Foren ausreichend diskutiert worden und, wie ich fand, ziemlich konstruktiv und fair. Da wurden zwar auch Fässer aufgemacht, über die man nur den Kopf schütteln konnte, aber auch das hat die Community ziemlich souverän diskutiert. Auf ein paar Dinge würde ich trotzdem noch mal eingehen wollen, weil sich einiges inhaltliche dann vielleicht besser verstehen lässt.
Einige haben sich gefragt, warum wir einen BWL-Raid gezeigt haben, wo doch im April schon ganz andere, neue Instanzen Thema waren. Das haben zwar teilweise schon einige erklärt, aber trotzdem nochmal von mir: Der Kontakt zu den Holy Warriors kam schon recht früh zustande; Ende 2006, bzw. Anfang 2007. Da war bekanntlich Burning Crusade noch nicht raus. Also war BWL natürlich noch aktuell, zumal die Gruppe da eingespielt war. Und man eiert schließlich nicht gerne vor der Kamera von Wipe zu Wipe. Gedreht haben wir am 26. Januar, das war Burning Crusade grade mal 10 Tage draußen. Es war wohl auch der letzte Trip nach BWL, wie mir die Holys nachher erzählten.
Mindestens einem Schlaubi-Schlumpf ist aufgefallen, dass man EverQuest II-Bilder gesehen hat, was wir als EQI verkauft hätten. Genau genommen ist nie gesagt worden, es sei EQI. Aber ein bisschen drumherum gemogelt habe ich mich natürlich schon. Im Text erwähne ich absichtlich weder den Zusatz I oder II, weil es nämlich einfach keine bewegten Bilder von EQI gab. Die hätte man mit etwas Mühe zwar noch produzieren können, aber 8 Drehtage sind schneller rum, als man denkt. Und im ZDF-Archiv gabs eben immerhin Bilder von EQII – übrigens natürlich seinerzeit von ‘neues’ gedreht. Leider gibt es ja keine Bewegtbilder-Archive von Computerspielen, eine echte Lücke. Selbst Blizzard zum Beispiel hat keine Rechner rumstehen, auf denen Warcraft: Orcs & Humans läuft. Zwar gibt es so etwas wie Moby Games, die sich die Archivierung und Dokumentation von Spielen auf die Fahnen geschrieben haben, da gibts immerhin Screenshots. Aber keine Clips, wo man Ingame-Sznenen oder ähnliches sieht. Für eine frühere Doku habe ich das ein oder andere alte Spiel von Peter Molyneux via Emulator zum Laufen gebracht und abgefilmt. Das ist aber viel Kleinarbeit und es sollte ja an dieser Stelle nur darum gehen, kurz zu sagen, wer die ersten erfolgreichen MMOs waren. Ich fand, das kann man so lösen.
Was mir selbst noch auffiel: Ein bißchen zu kurz kam, das man natürlich nicht nur im 40-Mann/Frau-Raid durch Azeroth ziehen muss. Ich habe es zwar erwähnt, aber aufgrund der starken Präsenz der Raidgruppe kam das vielleicht etwas kurz. Aber was eine Raidgruppe wie die Holy Warriors tut, kann man ‘Normalsterblichen’ nicht in 30 Sekunden erklären, daher nahm das einfach einen großen Teil ein. Wieviel Spaß es machen kann, einfach zu questen oder Kräuterkunde zu skillen (was auch nervig sei kann
), konnte ich leider viel zu wenig eingehen. Das schöne an WoW ist ja, dass man so viel Freiheit hat. Ich bin ja zum Beispiel selbst in keiner Raidgruppe.
Manche fanden, dass die Doku zu werblich war, zu viel um WoW ging. Anderen war es zu wenig WoW und zu wenig auf manche Details eingegangen. Dazu kann ich nicht so viel sagen, denn das ist einfach subjektives Empfinden. WoW braucht sicherlich keine Werbung von 3sat, darauf können sie wahrscheinlich entspannt lächelnd verzichten. Manche haben Kritik an Blizzard oder dem ganzen MMO-Ding vermisst. Sicher gibt es Dinge, die man kritisieren kann, die gibt es immer. Aber dann wäre es ein anderer Film geworden, den ich gar nicht machen wollte. Mir ging es darum, zu zeigen, dass da etwas Spannendes passiert und warum das so Spannend ist oder sein kann. Ja, es gibt Spieler, die zuviel spielen, es gibt Spieler, die finden, die Community wird nicht gut behandelt und überhaupt ist die ganze MMO-Szenerie eine ganz eigene Nummer. Es gibt eine Menge Publisher/Entwickler, die nennen zum Beispiel keine Abonnenten-Zahlen. Man fragt als Journalist an und bekommt zur Antwort: Wir geben keine Zahlen an die Öffentlichkeit. Und dabei geht es doch scheinbar ‘nur’ um ein Spiel…
In einem Forum las ich: Ich fress’ einen Besen, wenn der Autor nicht WoW spielt. Etwas weiter unten schrieb ein anderen Kommentator: Der Autor spielt niemals selbst! Da musst ich schon schmunzeln. Es ist eben unmöglich, objektiv zu sein: Den einen war ich zu dicht dran, den anderen zu weit weg. Einem Kollege gefiel zum Beispiel die Doku, fand aber, meine eigene Begeisterung für das Thema sei zu deutlich. Andere schließen aber offensichtlich aus der Doku, ich könne unmöglich selbst spielen, warum auch immer sie diesen Schluß ziehen. Es haben sich offensichtlich eher wenige Leute auf diesen Blog verirrt, denn da hätte man es ja nachlesen können. Vielleicht war das aber auch ganz gut so, denn ich hatte gefürchtet, ich müsste tagelang rüde Kommentare lesen und moderieren. Das mussten dann an anderer Stelle Foren-Moderatoren tun
Grade weil die Mehrheit erstaunlich souverän mit der Wirkung von Medien umgeht und offensichtlich sehr genau beurteilen kann, was eine 28-Minuten-Doku leisten kann, fallen manche Kommentare auf. Einer schrieb, erst würden am laufenden Band PC- und Videospiele verteufelt und Spieler als potentielle Amokläufer dargestellt, aber bei WoW bekäme man eine halbwegs vernünftige Berichterstattung hin, was für ihn nicht ganz sauber sei.
Also: Mich persönlich nervt es auch, dass in vielen Magazinsendungen oder Nachrichten immer nur so zugespitzt über Spiele berichtet wird, das es oft nur negativ wirkt. Aber ehrlich Leute: Es ist doch klar, dass es mehr als eine Redaktion gibt, die über ein und dasselbe Thema berichtet. Und die unterschiedliche Meinungen zu ein und dem selben Thema hat. Was ist daran unsauber? Das ich versucht habe, mit dem Thema einigemaßen objektiv (wie gesagt: reine Objektivität ist eine Illusion) und fair umzugehen?
Aber bereits im nächsten Post hat genau das der nächste Kommentaror in einem knappen Satz ebenfalls festgestellt.
Einige monierten auch, dass in der Klassenübersicht nur 4 Klassen vorgestellt wurden. Stimmt, es gibt mehr und über die hätte man auch einiges noch sagen können. Ich habe einfach die Klassen herausgenommen, die sich am besten erklären lassen. Die Hybrid-Klassen wie Palas oder Druiden hätten einfach zuviel Zeit in Anspruch genommen. Der Druide kann ein Super-Heiler sein, aber auch ein prima Tank. Ich wollte an der Stelle aber erklären, dass die Gruppen nicht willkürlich zusammengesetzt sind, sondern jeder eine besondere Aufgabe hat, ähnlich wie eine Sportmannschaft. Ursprünglich hatte der Grafiker das ganze sogar auf ein Fußballfeld montiert. Aber das habe ich ihn (er hat ganz schön gegrummelt) wieder ändern lassen, weil ich bei näherer Betrachtung und Hinweisen anderer festgestellt habe, das der Vergleich mit einer Fußballmannschaft etwas hinkt. Der zuständige Grafiker, by the way, ist Gilden-Mitglied bei den ‘Opodeldogs’ und in letzter Zeit etwas präsenz-faul…
Jedenfalls geht eine solche Erklärung besser von der Hand, je eindeutiger die Aufgabe der Klasse ist. Ein Krieger ist schließlich auch mit Erste Hilfe 375 kein Heiler-Ersatz
Auch, wenn ich diesen Witz immer wieder gerne mache, wenn uns ein Heiler fehlt. Valli ist nämlich Meister im Pflaster-kleben.
Ich fand die meisten Kritikpunkte fair und nehme mir gerechtfertigte Punkte durchaus zu Herzen. Ich beiße nur, wenn ich gebissen werde
Der Song zum Abspann ist übrigens, wie viele sicher inzwischen herausfanden, von den Affenjungs. Bzw. ‘AlvinX’. Das habe ich glaube ich irgendwo schon mal geschrieben. Aber inzwischen habe ich soviele eMails beantwortet, dass ich schon selbst nicht mehr weiß, was ich beantwortet habe und was nicht. Einige fanden das etwas nerd-mäßig, aber wieso? Die machen einen witzigen Rap mit eigenen Texten, das ist mal was anderes. Und es passte perfekt.
Die Doku wird voraussichtlich am 15. Juli um 16:30 in 3sat wiederholt. Da beginnt nämlich unsere Sommerpause, in der fünf Wochen lang auf unserem Sendeplatz Dokus laufen. Einige Wiederholungen aber auch mindestens eine neue Produktion. Die im Übrigen auch mit Spielen zu tun hat, aber nicht von mir ist
Demnächst mehr dazu an dieser Stelle.
So und jetzt muss gespielt werden…
Filed in Making of... | Comments (10)
Ver(w)irrt in München: Deutscher Games Award
Valentina on Mai 9th 2007 09:47 pm
Nun also Spiele-Branche auf dem roten Teppich. In München wird zum ersten Mal der Deutsche Games Award, LARA, verliehen. Von dieser Veranstaltung bin ich grade zurückgekommen und das ein wenig kopfschüttelnd. Aber der Reihe nach…
Für uns ist das ganze eine News, sprich: wir werden 1:30 bis 2 Minuten im Newsblock unterbringen. Der Games-Branche fehlt, was bei anderen Unterhaltungsmedien wie Buch oder Film gang und gäbe ist: Ein Preis, der die Öffentlichkeit auf besondere Spiele aufmerksam macht. Zwar gibt es den Deutschen Entwicklerpreis, aber das ist eher eine brancheninterne Nummer, die nach außen hin kaum wahrgenommen wird.
Also durchaus eine Lücke, die nun gefüllt werden soll. Da in der Ankündigung etwas von feierlicher Verleihung steht, zwänge ich mich in Schuhe, die jeden Orthopäden aufstöhnen lassen würden. Mich im Übrigen auch, ich kann aufgrund langjähriger High Heels-Verweigerung damit nicht laufen.
Ich versuche trotzdem Haltung zu bewahren. Im Bayrischen Hof angekommen reihen sich Fotografen und Kamerateams hinter einer roten Kordel. Man wartet auf das Roter-Teppich-Schaulaufen á la Berlinale. In diesem Moment bin ich heilfroh, dass ich bei einer völlig unsexy Technik-Sendung bin und nicht hinter irgendwelchen Promis herjapsen muss. Als erstes trifft Herr Semmelrogge samt Blondine und zwei Hunden ein. Die Medienmeute plärrt, in welche Richtung sich Herr, Dame und Hunde drehen sollen. Wo bin ich hier bloß? Mir tun schon nach 10 Minuten die Füße weh, ich vermisse meine Turnschuhe.
Dann schwebt Moderatorin Nova Meier-Henrich herein und ich fühle mich noch eine Nummer unglamouröser. Zumal es dauerregnet, ich vom Stachus zum Bayrischen Hof gelaufen bin, keinen Schirm dabeihatte und deshalb einfach toll aussehe…
Gott sei dank treffe ich noch einige bekannte Gesichter. Teut Weidemann rollt ein wenig die Augen über die Veranstaltung, hat sich aber ebenfalls ins Sakko geschmissen. Er gibt dem Preis wenig Zukunft. Immerhin kriegt er Häppchen, allerdings ziemlich teure. 240 Euro kostet die Teilnahme am Gala-Diner. Mit Häppchen habe ich für mich nicht wirklich gerechnet, aber auf ein Stehplätzchen und ein Platz für das Kamera-Team hatte ich fest gezählt. Pustekuchen. Wir dürfen uns zwar hinter der Kordel aufstellen darf, aber auf der eigentlichen Verleihung müssen wir draußen bleiben. Na toll, wozu quäle ich eigentlich meine Füße? Von der Veranstaltung selbst gibt es immerhin Material hinterher. Ein Team darf nämlich rein und zwar RTL.
Faszinierender ist, dass das ganze in Bayern stattfindet. Man meint, LARA hätte sich verirrt. Zur Erinnerung: Bayern, das sind die, die eigentlich am liebsten alles verbieten würde, wo auch nur eine Wasserspritzpistole auftaucht. Die Lösung ist wohl: Der Initiator des Games Awards ist der Münchner Entertainment Media Verlag, ein zu Gruner + Jahr gehörender Special Interest Verlag für die Unterhaltungsbranche.
Herr Beckstein spricht ja recht häufig über Spiele, aber heute abend spricht hier Wirtschaftsminister Huber. Der stiftet auch gleich den LARA Start Up Award, der innovative Geschäftsideen oder vorbildliche Leistungen im Bereich interaktive Unterhaltungssoftware im Freistaat Bayern auszeichnet. Hm, ob Crytek den bekommen hätte, wenn sie noch in Coburg säßen?
Nominiert sind vor allem ziemlich unverdächtige Spiele. Wobei das nicht heißt, dass da keiner einen Preis verdient hat. Dr. Kawashimas Gehirnjogging bekommt den LARA Family Award. Der Teen Award geht an Sonys Motorstorm und der Youth Award wird Tomb Raider Legend verliehen.
Anno 1701 ist ein ziemlich gutes Spiel, warum es aber den Kids Award bekommt? Zusätzlich wurde Anno der Publikumspreis verliehen, der via AOL und Kino.de ermittelt wurde.
UPdate: Jetzt hab’ ichs kapiert: Die haben als Kategorien einfach die USK-Alterseinstufungen übernommen. Und Spiele ab 6 Jahren fallen unter den Kids Award. Anno ist zwar ab 6 Jahren freigegeben, aber das heisst ja nun nicht, dass es für 6-Jährige geeignet ist. Das wäre, als würde ich in der Krabbelgruppe Schachbretter austeilen…
Einen TV Award gabs auch und der ging, wen wunderts, an RTLs Alarm für Cobra 11 Nitro. Sagte ich schon, dass RTL als einziges TV-Team beim Gala-Diner filmen durfte?
Man fühlte sich, nicht verwunderlich, auch verpflichtet, der aktuellen Gewaltdiskussion zu begegnen. Daher wurde ein Spezialpreis verliehen, der LARA Education Award. Den kann man ziemlich vielen Spielen verleihen. Er ging an: Luka und das geheimnisvolle Silberpferd. Nie gehört? Es ist ein Projekt der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Kinder zwischen acht und zwölf Jahren sollen sich darin spielerisch mit dem Thema gewaltfreie Konfliktlösung auseinandersetzen. Das ist gut und richtig und ein Preis für ein gelungenes Spiel ist nur fair. Aber irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass das alles zu bemüht ist. Wobei ich gestehen muss, ich habe das Spiel nicht gespielt und kann nicht sagen, ob es gut ist. Es lag vor einiger Zeit mal auf meinem Schreibtisch, es ist nämlich schon älter. Aber diese vor allem zu pädagogischen Zwecken entwickelten Spiele locken einfach nicht und irgendwie ist es halt wie mit gesundem Essen: Man weiß, man müsste vielleicht, aber Schokopudding ist halt verlockender.
By the way: Die Häppchen-Gala-Diner-Esserei dürfte inzwischen vorbei sein – es ist 21:50 Uhr. Ich habe immer noch keinen Anruf der Presse-Agentur bekommen, wann und wie ich an das Material der Verleihung komme. Und ich muss morgen Mittag mit Material in den Schnitt. Natürlich war ich so doof, der PR-Dame meine Handy-Nr. zu geben, aber die ihre nicht zu notieren. Ich konnte nicht denken, wegen eingequetscher Füße, aber das erwähnte ich, glaube ich, mehrfach.
Das stimmt mich alles nicht froh und diesen Artikel hochzuladen kostet mich sage und schreibe 15 Euro! Ich werde nie begreifen, wieso ich inzwischen Flatrates nachgeworfen bekomme, aber in großen deutschen Hotels mein letztes Hemd für ein bisschen Online hergeben muss!!
Grumpf…
Filed in Games | Comments (0)
Ein Spiel, sie alle zu knechten
Valentina on Mai 8th 2007 02:06 pm
Nachdem ich Dungeons & Dragons Online schon eher mäßig fand, war zu zugegebenermaßen bei HdRO etwas skeptisch. Und das kommt aus dem gleichen Haus. Aber egal, es klang in vielen Vorbesprechungen nicht so verkehrt, also Zeit, sich ein eigenes Bild zu machen.
Das spannendste zu Beginn ist ja bei einem MMO immer die Charakterwahl. Das dauert hier nicht ganz so lange, weil es nicht so wahnsinnig viele Möglichkeiten gibt. Nur 4 Rassen stehen zur Auswahl und nicht mal bei allen kann man Männlein und Weiblein wählen. Ich glaube, bei den Zwergen ist das so gewesen.
So, was nehme ich… Menschen: Zu normal. Elb? Zu perfekt. Zwerg: Geht nur als Männchen. Hobbit? Mal was anderes, gekauft!
Bei der Namenswahl bekomme ich den offensiven Hinweis, dass Hobbit-Mädels gerne Blumennamen bekommen. Ein paar Beispiele werden genannt, die ich natürlich nicht einfach übernehmen will. Ich gehe kurz über meine Balkon-Bepflanzung: Stiefmütterchen… Och nee. Lavendel. Etwas unpassend für einen pummeligen Hobbit. Efeu: Brauchen wir nicht drüber reden. Hortensien: Uah!
Also, um das zu beenden, der Blick aus dem Fenster fällt auf Löwenzahn am Straßenrand. Gekauft!
Nun kanns ja losgehen. Zuerst findet man sich in einem Intro wieder, ohne andere Spieler. Bisschen irritierend, weil man nicht gleich weiß, wo man sich befindet. Und ich bin so WoW-gebrieft
Das ändert sich aber schnell, denn Steuerung und Interface sind so nah an WoW, dass das eingewöhnen leicht fällt. W,S,A,D oder bewegen mit der Maus, alles identisch, das macht die Sache entspannt.
Grafisch gefällt mir das ganze ziemlich gut. Zwar gibt’s hier und da mal Ecken und Kanten, aber insgesamt ist es ziemlich malerisch. Die Charaktere könnten ein bisschen netter animiert sein, sowohl beim Kämpfen also auch beim normalen Bewegen. Wenn Löwenzahn, die im Übrigen der Schurken-Klassen angehört, zum Überraschungsangriff startet, wird das nicht besonders auffällig mit Effekten garniert. Und mein ohnehin nicht gerade mit Ballett-Tänzer-Figur ausgestatteter Hobbit bewegt sich ziemlich bucklig vorwärts.
Was die Quests betrifft, die ähneln dem, was man so kennt: 6 Spinnen ausmerzen, Handtasche von Lady Schneggeschiß aus dem Räuberlager holen, etc pp. Aber bei 1500 Quests finden sich halt nicht nur intelligent erzählte, kreative Aufgaben. Zum Thema nervige Quests findet sich übrigen bei Antigames ein sehr erheiternder Beitrag, sehr lesenswert.
Die Questbeschreibungen sind ähnlich ungenau, wie in WoW auch, aber das Suchen gehört schließlich dazu. Dafür ist die Schrift im Questfenster so groß, dass sie auch Ultra-Kurzsichtige gut lesen können. Und die Schrift ist auch nicht mittelbraun auf zart-beige… Das mag eine Nebensächlichkeit sein, aber es fiel mir auf. Und das hier ist natürlich ein total subjektiver Artikel
Was wirklich blöd ist, ist häufig benötigte NPCs zu finden. Zum Beispiel den Schurkenlehrer. Zwar hat man mich irgendwann mal darauf hingewiesen, wo der Kerl steht. Aber das hatte ich dann auch wieder vergessen. Eine Möglichkeit, wie in (sorry, dass ich es schon wieder erwähne) WoW, wo man die Wachen nach wichtigen NPCs fragen kann, wäre ganz schön.
Nette Idee ist die Sache mit den Titeln. Um die 400 verschiedene gibt es und man erwirbt sie quasi nebenbei. Zunächst lautet Löwenzahns Titel, der dann auch hinter ihrem Namen angezeigt wird, Löwenzahn von den Harfüßen. Die Harfüße sind eine der Hobbit-Clans, denen man sich anschließen kann. Nachdem ich bis Level 6 kam, ohne das Zeitliche zu segnen(was auch nicht so schwierig ist, aber immerhin), gabs den Titel, die Wachsame.
Ebenfalls quasi im Vorbeigehen kann man Talente erwerben. Wenn man ein und dieselbe Fähigkeit immer wieder anwendet, erwirbt man darin, fast schon logisch, besonderes Talent. Es dauert allerdings eine ganze Weile und eventuell viele, viele Gegner, bis es soweit ist.
Und dann wäre da noch dieses lustige Interaktions-Dings, was bekanntlich für MMOs typisch ist. Vor allem macht es Spaß, auszuprobieren was geht und wie das aussieht. Ich treffe Olk, von den Starren, ebenfalls Hobbit. Fröhliches Winken auf beiden Seiten. So, mal ein Tänzchen hinlegen, mit /tanzen. Erheiternd, wenn sich die beiden dicklichen Hobbits etwas vortanzen. Weiterausprobieren… hm, /lachen. Ist zwar leider nicht mit Sound unterlegt, sieht aber großartig aus. Löwenzahn wirft sich auf den Rücken und strampelt kichernd mit den kurzen Beinen. Toll
Nach einigen Quests kommt es zur ersten Instanz-Aufgabe. Instanzen gibt es im Herrn der Ringe so wie aus WoW bekannt, aber auch, um die Geschichte für den einzelnen Spieler voranzutreiben. Hieß in diesem Fall, ins Städtchen Archet versetzt zu werden, das gerade überfallen wird. Das spielt sich natürlich nur für mich ab und nicht für alle anderen Spieler, die gerade in Archet sind. Hier muss ich mich zum ersten mal durch größere Gegner-Horden kämpfen, die aber immer noch Level-angepasst einfach sind. Danach bekomme ich für das Meistern dieser Aufgabe eine Karte der Heimat. Die ermöglicht es, zum sogenannten Markstein zu reisen, was dem aus WoW-bekannten Ruhestein entspricht.
An dieser Stelle und bei Level 6 bin ich gerade, leider ist die Zeit zum spielen immer zu wenig
Und, für mich ein Riesen-Kritikpunkt: Kein Mac-Support! Es kann doch nicht so schwer sein, wenn man bei Blizzard sowieso schwer abguckt, da gleuich auch zu machen. Es geht doch eigentlich nur der Client? Fazit: Schönes Spiel, aber: Vorerst spiele ich zu Hause weiter WoW. Da steht nämlich ein Apple…
Filed in Games | Comments (0)


