Archive for Februar, 2008

GDC 2008: Independent Games rocken

Valentina on Feb 28th 2008 04:29 pm

Gedankensteuerung, Head-Tracking, alles durchaus beeindruckende Technologien, die auf der GDC zu sehen waren. Eine mindestens ebenso faszinierende Station auf der GDC 2008 war aber der Independent Games Pavillon. Ich ueberschlage mich eigentlich eher selten vor Begeisterung, aber das, was ich da dicht an dicht an Kreativitaet, Ideenreichtum und optischen Spielereien gesehen habe, war wirklich grossartig.

Ein Beispiel: Das charmante Schwarz-Weiss-Abenteuer “The Misadventures of P.B.Winterbottom

Ein kleine, enthusiastische Studententruppe der USC (University of Southern California’s School of Cinematic Arts) ist dafuer verantwortlich. Ich sprach in San Francisco mit Producer Paul Bellezza, der mit ansteckender Begeisterung von dem Projekt erzaehlte. Ein Team-Mitglied, der hauptsaechlich fuer die Flash-Animationen verantwortlich ist, ist sogar noch Highschool-Schueler.
Mr. Winterbottom ist ein kleines Maennchen mit Hut und grosser Vorliebe fuer Kuchen. In einer schraegen Stummfilm-Welt voller Gefahren, Zeitreisen und koestlichem Kuchen muss er sich durchschlagen und dazu einige besondere Moeglichkeiten nutzen: Man verbiegt zum Beispiel die Zeit, um mit sich selber zu kooperieren oder auch zu kaempfen. So spielt man mit vergangenen, gegenwaertigen und zukuenftigen Mr. Winterbottoms. Auf der Homepage zum Spiel findet sich noch mehr Info, eine Demo des Spiels soll es dort voraussichtlich ab April zum Download geben.

Ich werde in Kuerze hier noch einige andere schoene Indie-Games kurz vorstellen. Wer selbst ein bisschen stoebern will, kann auf der Homepage des Festivals Infos ueber Gewinner und Finalisten des Festivals finden.

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Eye Technology

Valentina on Feb 28th 2008 03:28 pm




Eye Technology

Schon mal gesehen? Das ist im wesentlichen das, was Johnny Chung Lee, Absolvent der Carnegie Mellon University schon mal mit der Wii demonstriert hat: Head-Tracking.
Auf der GDC konnte man das am Playstation-Stand sehen, wo Head-Tracking mit der PS3-Webcam demonstriert wurde.

Wie Johnny in seinem Blog selbst schreibt, soll Head-Tracking in EAs Titel “Boom Blox” moeglich sein, der fuer die Wii erscheint. Und zwar als Easteregg, also versteckt.
Auf der GDC waren wohl nicht weniger als drei verschiedenen Demos zu Head-Tracking zu sehen, eine davon bei Sony. Wer uebrigens den 3sat neues-Bericht von der GDC sehen moechte, klicke hier.

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WoW-Diary 52: Die Tastatur-Stuhllehne Schnittstelle …

Valentina on Feb 28th 2008 11:22 am

Nusspli

Mein nassforscher Stoffi Nusspli muss noch vor dem naechsten Addon 70 werden, also habe ich mich nach ueberstandenem Jetlag (GDC San Francisco) gleich ans weiter-leveln gemacht. Grade gestern war ich mit Nusspli Fischen im Umbrafennsee. Das Ziel: 8 Aalfilets fuer eine Quest. Das klappte mit einem Unterwassertrank auch ganz gut. Bis ich mich mit mehreren Fischen gleichzeitig anlegte. Das ging prompt schief und Nusspli endete auf dem Friedhof. Der ist zum Glueck nicht weit, also flugs zurueck zur Leiche zum Wiederbeleben. Ich stehe also direkt auf dem Grabstein, vermittelt mir zumindest die Minimap. Aber das entsprechende Fenster erscheint nicht, ich kann mich nicht wiederbeleben. Hm, als erstes probiere ich es mit freisetzen: Nichts. Aus- und wieder einloggen: Nee… Hin- und herlaufen: och nuescht.
Also gut, da bleibt nur noch ein Ticket an den Gamemaster. Ich setze also ein wohlformuliertes Schreiben auf:

Ticket

Lieber GM, ich wurde von einem Fisch totgebissen, stehe ueber meiner Leiche, kann mich aber nicht wieder beleben. Der Geistheiler kostet Geld und hinterher ist einem fuerchterlich schlecht. Zu Huelfe!

So, mehr kann ich erstmal nicht tun. Zwischenzeitlich meldet sich ein Mitspieler und bietet seine Hilfe an. Schamane Tairanos bietet Chefarzt-Behandlung an und kommt vom Alterac-Schlachtfeld herbeigeeilt. Tairanos eilt um mich herum, stockt und meint dann: Sag mal, bist Du unter Wasser gestorben?
An dieser Stelle daemmert es mir… Untertauchen! Ich kann zwar auf dem Wasser wandeln aber trotzdem untertauchen! Und mein Leichnam ist schlicht und ergreifend zu weit unter mir, um das Wiederbeleben moeglich zu machen. Beherzt stuerzt sich Nusspli in die Tiefe und ist neugeboren…
Ich sehe mich herzlichem Spott von Tairanos ausgesetzt und loesche nebenbei ganz schnell das Ticket, bevor es ein GM liest. Tairanos hilft, wo er schon mal hier ist, schnell noch beim Fischfangen. Das geht mit einem 70er Schamanen natuerlich fix. So fix, dass ich nur mit arkanen Geschossen dazu komme, ueberhaupt selbst Schaden anzurichten, bevor der Schamane alle Fische der Umgebung gegrillt hat. Vor lauter Konzentration entgeht mir ein entscheidendes Detail: Meine Atemluft. Ich sterbe noch einmal, diesmal ohne Feindberuehrung durch ertrinken. Es ist nicht mein Tag. Tairanos belebt mich seufzend ein weiteres Mal und entschwindet nach beendetem Fischfang zurueck Richtung Schlachtfeld.
Ich schleife meine Fischfilets zum Questempfaenger und damit koennte dieses Abenteuer beendet sein.

Ploetzlich whispert mich jemand an:
Hallo Magus Nusspli, mein Name ist Gamemaster Karlheinz, ich melde mich wegen Deines Tickets bezueglich des Problems mit dem Wiederbeleben. Huch, kreisch, ein Gamemaster! (MIST)
Nusspli: Aeh, ja danke, ich habe den Fehler bereits gefunden. Er lag zwischen meinen Ohren.
Gamemaster: Ich freue mich, dass Du den Fehler in der Schnittstelle zwischen Tastatur und Stuhllehne selbst beheben konntest. Kann ich sonst noch etwas fuer Dich tun?
Nusspli: Hm, ich wuerde gerne die Weltherrschaft in Azeroth uebernehmen, aber ich stosse permanent auf Widerstand! Dabei wirst Du mir vielleicht nicht helfen wollen… Aber vielen Dank!
Gamemaster: Dann wuensche ich Dir noch einen schoenen Abend und druecke Dir die Daumen fuer Deine Weltherrschaftsplaene!

In diesem Sinne: Gute Nacht!

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Zu Besuch bei Will Wright

Valentina on Feb 23rd 2008 09:27 am





Nach der 4 Tagen Games Developers Conference haben wir heute zu guter Letzt noch einen Ausflug zu Maxis gemacht. Und trafen einen trotz Stress entspannt wirkenden Will Wright zum Interview. Er plauderte ueber die vielen Moeglichkeiten in Spore, seinen Besuch bei der NASA und darueber, welche Spiele er gerne in Zukunft spielen wuerde. Mehr davon in Kuerze an dieser Stelle.

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GDC 2008: Ein seltsamer Kaefer zum Spielen

Valentina on Feb 22nd 2008 08:08 am

Auf der GDC dreht sich, wie schon in den ersten Posts berichtet, jede Menge um neue Interface- und Interaktions-Moeglichkeiten. Das wirklich letzte, was ich heute gedreht habe, sehr ihr hier. Das letzte deshalb, weil es eigentlich schon viertel nach sechs war, ueberall die Kabel ausgestoepselt und Kartons eingepackt wurden. Um 18 Uhr schliesst die GDC naemlich. Beim Rausgehen entdeckte Kameramann Peter dann noch diesen seltsamen Kaefer. Der sich als Game Controller herausstellte. Das schraege Teil bekam bereits auf der CES einen Innovation Award und IGN stufte es auf einer Skala von 1-10 auf 9 ein. Ich hatte es nur kurz in der Hand und hatte keine Zeit mehr, das ein oder andere Spiel selbst auszuprobieren.

Im Prinzip ist es ein Joystick mit Force Feedback. Sieht lustig aus und hat eben ein bisschen was von einem Kaefer. Dem man an der Nase zieht. Oder so…

Apropos interessant aussehende Controller: Heute waren wir nochmal am Emotiv-Stand und haben ein Interview mit der Gruenderin Tan gemacht. Und nebenbei hat Kameramann Peter mal eben einen riesigen Felsbrocken nur mit Gedankenkraft hochgehoben:

Peter mit Headset

Es funktioniert also, auch wenn ausgerechnet auf der Pressekonferenz das Headset komplett seinen Dienst verweigert hat. Gerade las ich, das Zachary Drake, der Emotiv Gamedesigner, eine echt harte Zeit auf der Pressekonferenz durchgemacht hat. Weil er naemlich schon wusste, als er auf die Buehne musste, dass das Headset auf keinen Fall funktionieren wird. Zachary, I assure you: You did a good job!

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Durchboxen auf der GDC

Valentina on Feb 21st 2008 09:35 am




Boxen mit der ZCam

Originally uploaded by goliat_von_gestern.

Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt Tage, das klappt nichts wie geplant, alles ist Stress und Hektik, totales Chaos und wahnwitziges hin- und herrasen. Und am Ende klappt dann doch mal was. Ein langer Tag auf der GDC geht zu Ende. Mehr in Kuerze in diesem Weblog und viele Bilder jetzt schon hier.

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Die Zukunft der MMOs

Valentina on Feb 20th 2008 07:10 am

Gaming’s Future via Online Worlds hiess die Session korrekt. Auf dem “Worlds in Motion”-Summit dreh sich alles um Onlinewelten. Zu diesem Thema sprach heute morgen im Moscone Center Jeffrey Steefels (Turbine) Executive Producer von Herr der Ringe Online.

GDC Conf

Steefels erklaerte erstmal, warum Welten Spiele brauchen, sprich Gameplay, und warum Strukturen so wichtig fuer virtuelle Welten sind. Fuer ihn dreht sich alles darum, Kreativitaet zu fokussieren. Dazu brauche es Regeln, eine voellig freie Welt waere naelich Second Life und das ist bekanntlich kein Spiel. Regeln limitieren MMOs zwar, aber ohne Regel keine Struktur, kein Gameplay.
Gerne werden unter dem Begriff “virtuelle Welten” alle in einen Topf geworfen, so Steefels weiter. Als da waeren Myspace/Flickr/Facebook/Twitter, die unter die social networks fallen. Dann kommen Habbo Hotel/Second Life und andere: Virtuelle Welten. Und MMOs wie Herr der Ringe Online, WoW und andere fallen unter die Onlinewelten.

Natuerlich gibts es Gemeinsamkeiten, alle sind online und es handelt sich um social persistent entertaiment.

Die Unterschiede bringt Steefels so auf den Punkt: Online Welten bieten ein Eintauchen in eine andere Welt an, aber sie bieten wenig Raum eigene Inhalte zu bauen oder zu kreieren. Ein “Theme Park” nennt sie Jeffrey Steefels.
Virtuelle Welten bieten eine weitaus offenere Umgebung, der Fokus liegt sehr stark auf Bauen. Dafuer bringt Steefels den Begriff “Sandbox” ins Spiel.
Social Networks dagegen sind simpel zu nutzen, sie sind eine Plattform fuer Nutzer, um kreativ zu sein und zu teilen. Salopp uebersetzt sind sie ein Club fuer Wahlverwandschaften (Steefels), nach dem Motto: Magst Du auch Fotos, dann schau dir doch mal meine tollen Bilder an.

Das Thema des Vortrags war aber Zukunft und zu der kam Steefels dann auch. Die groesste Herausforderung sei der Zugang, so der Turbine-Mann.
Wie kriege ich den Spieler so schnell und einfach wie möglich in meine Online/Virtuelle Welt? Steefels meint, man muesse vor allem weitere Web-Features einbinden. Daneben gelte es, Hardware- und Connectivity Barrieren zu entfernen. Ausserdem muesse man den mobilen Lifestyle integrieren, nach Moeglichkeiten suchen, wie man das Handy integriert, und zwar nahtlos und geschmeidig.

Steefels Chart Future MMO

Bei einigen Themen blieb Steefels vage, wie er sich das vorstellt, einiges machte er deutlicher. Was er mit Web-Features meint, beispielsweise: In-Game Daten, wie Social Network- und Characterprofile sollten verstaerkt ins Web transportiert werden. Turbine nutzt dazu Google Earths API, um Spieler-Karten (z. B. mit Quest-Locations) im Internet zu zeigen. Ausserdem ist die Ingame-Enzyklopaedie mit dem Internet und einem Spieler-Wiki verlinkt.

Steefels plaediert fuer mehr Freiheit fuer die Spieler, als bisher. Bei allen genannten Einschraenkungen bezueglich Gameplay-Erfahrungen. Noch einiges mehr von seinem Vortrag nachlesen kann man uebrigens auf den Seiten des Worlds in Motion Summits.

Und hiermit bitte ich wie immer alle Tippfehler zu ignorieren und begebe mich ins Jetlag-Koma. Gute Nacht!

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Der Gedanke zählt: Emotiv Headset kommt Weihnachten

Valentina on Feb 20th 2008 06:24 am

EPOC™
Foto: Emotiv Systems

Emotiv hat heute auf einer Pressekonferenz sein Neuroheadset “Epoc” vorgestellt. Das Headset war schon auf der GDC 2007 als Protoptyp zu sehen, heute wurde in San Francisco der Launch des Hightech-Gadgets angekuendigt. Fuer schlanke 299 Dollar soll Epoc an Weihnachten auf den Markt kommen.

CEO Nam Do stand vor knapp zwei Stunden auf der Buehne, um das gute Stueck vorzufuehren. Ein Proband zeigte, wie ein Avatar, ein knubbeliger Roboter, seine Gesichts-, bzw. Gefuehlsausdrucke korrekt wiedergab. Ganz einfach scheint das Headset aber nicht zu bedienen zu sein, wie beim Bewegen von Objekten zu sehen war. Bei der Demonstration mit einem Würfel sollte dieser verschwinden. Das funktionierte nicht gleich auf Anhieb. Das Headset soll ueber 30 verschiedenen Ausdruecke, Emotionen und Aktionen erfassen koennen. Die Sensoren des Headsets erfassen die elektrischen Impulse des menschlichen Hirns und uebermitteln sie an den Rechner. Damit die korrekte Aktion ausgefuehrt werden kann, muss es individuell auf den Spieler eingestellt sein, um seine gedachte Aktion klar zu erfassen und uebermitteln.

Epoc soll zusammen mit einem Spiel vermarktet werden, dass genau auf die Moeglichkeiten des Headsets abgestimmt ist. Das sollte eigentlich auch praesentiert werden, aber hier versagte die Technik dann voellig. Auch die Bitte an die Anwesenden, alle Handies auszuschalten, half nicht. Auf der Leinwand sah man ein fernöstlich angehauchtes Spiel, in den Haenden von Emotiv Game Designer Zachary Drake, lag zunaechst aber nur ein XBox360-Controller. Drake tat sein Bestes, mit viel Gestikulieren und warmen Worten zu erklaeren, wie man mit dem Headset Zaubersprueche casten koenne. Spaeter erklaerte Emotiv, die gestoerte Demo sei vor allem dem drahtlosen Equipment der Licht- und Sound-Crew auf der Pressekonferenz zu verdanken.

Das drahtlose Headset soll ein tieferes Eintauchen ins Spiel ermöglichen. Zaubersprüche via Gedanken abschicken, dem Spieler hinter sich zulaecheln, den Riegel von der Tuer schieben, alles moeglich. Die Zuschauer wurden fuer heute aber erstmal auf morgen vertroestet. Am Emotiv-Stand soll es dann hoffentlich einwandfrei funktionieren.
Vier Jahre Entwicklungszeit stecken in Epoc. Eine Partnerschaft mit IBM sollen das Headset auch in anderen Bereichen vermarkten. Zunaechst aber sollen die Spieler erobert werden. Ein Spiel wird da natuerlich nicht reichen.
Das weiss auch Emotiv und bietet ein Software Development Kit (SDK) mit offenem Standard zum Download an. Entwickler sollen so das Headset nahtlos in ihre Projekte einbinden koennen.

Spieler sollen aber auch andere, nicht eigens fuer das Headset entwickelte Spiele mit Epoc nutzen koennen. Dafuer gibt es den EmoKey, um jede Erkennung mit den entsprechenden Aktionen im Spiel zu verbinden.

Epoc bringt neben dem Spiel noch eine weitere Anwendung mit: Emortal. Wer Minority Report mit Tom Cruise gesehen hat, erinnert sich sicher an das faszinierende Interface, an dem John Anderton, alias Cruise, Informationen abruft. Er scheint dafuer einfach nur durch die Luft zu wischen. Aehnliches soll mit dem Portal namens Emortal moeglich sein. Emotiv nennt es “next generation online portal”.
Das Portal soll Infos wie Blogs und Multimedia-Anwendungen wie Fotos, Spiele oder Chats anbieten, gestaltet wie eine Stad.

Emortal
Foto: Emotiv Systems

Dank Neuroheadset soll man nun mit Handbewegungen auf die einzelnen Anwendungen zugreifen koennen und beispielsweise durch Fotos blaettern. Demonstriert wurde das noch nicht, lediglich ein Filmchen zeigte, wie das Portal aussieht, siehe Bild oben.

Die Einladung, das Headset morgen am Stand zu testen, nehme ich natuerlich gerne an.
Sollte man so etwas jemals mit WoW nutzen koennen, koennte es spassig werden. “Sorry, ich habe nur gaaanz kurz ueberlegt, den Hebel da zu betaetigen, ehrlich! Und ploetzlich kam diese Falltuer runtergeschossen…”

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GDC 2008: Serious Games auf dem Vormarsch

Valentina on Feb 19th 2008 06:49 am

So, der erste Tag ist rum und ich muss sagen, es war fast wie auf der Uni. Nur mit ein paar Spielmoeglichkeiten in den Pausen. Leider war ich zu faul, mein Laptop mit auf die Messe zu schleppen. Zur Strafe sitze ich jetzt hier mit 28 Seiten handschriftlichen Notizen auf einem DIN A5 Block. Also los gehts:

GDC

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GDC in San Francisco: Mehr (Inter-)Aktion

Valentina on Feb 18th 2008 05:15 pm

Gleich gehts fuer mich zum ersten Mal auf die Games Developers Conference in San Francisco. Die Conference ist im Ursprung eine Messe fuer Entwickler. Das heisst, hier gibt es keine riesigen Nintendo-, Sony- oder EA-Staende mit Boothe Babes und knalliger Deko. Hier wird vor allem geredet, besonders an den ersten beiden Tagen. Ab Mittwoch beginnt dann die Expo, bei der auch Games zu sehen sein werden. Primaer geht es aber auch da mehr um Technologien, Software und Inhalte.
Bevor es los geht, zeichnen sich natuerlich schon einige Trends ab:

Auf der diesjaehrigen GDC geht es vor allem um neue Eingabe- und Interaktionsmoeglichkeiten. Und wer ist daran schuld? Nintendo vor allem, dank Mega-Erfolg der Wii. Aber auch der Erfolg von Spielen wie Guitar Hero hat die Branche befluegelt, ueber neue Interaktionsmoeglichkeiten nachzudenken. Das ist ja nun nicht ganz neu, im Prinzip hat Konamis Tanzmatte Dancing Stage aehnliches schon sehr frueh gemacht. Aber erst ein Big Player wie Nintendo hat den Weg geebnet. Und es gab ja auch eine Menge Fehlentwicklungen: Gametrak und andere Spielereien waren nicht sonderlich erfolgreich.
In diesem Jahr uebertrumpfen sich diverse Hersteller mit neuen Moeglichkeiten: Headsets, die Hirnwellen auslesen, 3D-Kameras zur Bewegungserfassung, und – natuerlich – Nintendos Balanceboard (Wii Fit) zaehlen dazu.

Die Firma Emotiv wird ihr Brain Wave Headset am Dienstag vorstellen. Es soll dieses Jahr auf den Markt kommen, im Bundle mit einem Spiel (welches, ist bisher noch nicht bekannt). Das Headset soll aber auch mit bestehenden PC-Titeln verwendbar sein. Mit Emotivs Headset soll der Spieler durch seine Gedanken steuern und Einfluss nehmen koennen. Das Headset nutzt eine Reihe von Sensoren, die elektrische Signale drahtlos an PC oder Konsole weitergeben. Wie das aussieht, kann man sich auf der Homepage von Emotiv anschauen.

Die israelische Firma 3DV Systems” stellt ihre “Z Cam” vor, eine 3D-Kamera, die praezise die Bewegungen eines Spielers tracken kann und ins spiel uebersetzt. Die Z Cam soll ebenfalls dieses Jahr auf den Markt kommen und unter 100 Dollar kosten. Auch das kann man sich auf deren Homepage schon mal ansehen.

Der Tenor amerikanischer Analysten zu diesen Ideen ist: welche Peripherie sich durchsetzen kann, sei sehr unsicher. Ohne Unterstuetzung eines potenten Big players wie Nintendo haben es selbst tolle, innovative Technologien schwer. Da muss schon ein wirklich grossartiges Spiel im Paket sein, um solche Hardware massentauglich zu machen. Siehe Guitar Hero.

Ich werde mir diese und andere Dinge auf jeden Fall anschauen, sobald sie zu sehen sind. Und jetzt ab in den Bus zur Messe. Angenehmerweise verfuegt San Francisco – im Gegensatz zu L.A. – naemlich ueber ein solides Nahverkehrssystem, das diesen Namen verdient.

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