Teil 17, Viel hilft viel…

So langsam kommen auch solche Soziophobiker wie ich in Level-Gefilde, bei denen die Quests meistens nicht mehr alleine zu bestreiten sind. Mit Fremden spielen kann aber anstrengend sein, man weiss nie, mit wem man da durch die Lande zieht. Daher kommt mir mein bester Freund und WoW-Meisterzocker Ernie gerade recht.

Gestern Abend ging wieder mal eine ausgedehnte gemeinsame Abenteuerreise recht erfolgreich zu Ende.
Schön war dabei nicht nur, dass mal wieder ein Level mehr heraussprang, nein, ich habe auch wieder unglaublich viel gelernt. Meine Kriegerin Valli diskutiert ja nun nicht gerne sondern ist für schlagkräftige Argumente bekannt. Ich fand ja, dass das immer ganz gut funktionierte. Gestern stürzten wir uns zu zweit fröhlich in ein ausgedehntes Gefecht gegen Nagas, das ist eine Mischung aus einem großen Seepferd und Nepomuk dem Drachen, mit einem veritablen Prügel in den Flossen.
In einer Atempause fragt er mich:
„Sag’ mal, was machst Du da eigentlich beim Kämpfen? Das ruckelt so bei Dir und macht so komische Pausen…“
„Wieso? Ich hau’ immer wild auf die Schwerttaste…“
„Ähm, stell Dich einfach vor den Gegner, drück EINMAL die Kampftaste und streu ab und an mal einen Special Move ein. Das reicht.“
„Echt?“
„Ja!!“
Da sieht mal eben, dass ich lange nur an der Konsole gespielt habe. Typisches Controller-Verhalten: So schnell wie möglich und so viel wie möglich auf die passenden Buttons hauen. Getreu dem Motto, viel hilft viel. Nun ja, ich weiß jetzt, dass man World of Warcraft NICHT wie Tekken zockt.

Tagebuch-Eintrag anhören:

WoW Diary Teil 17.doc

Aus dem Online-Leben einer World of Warcraft-Spielerin. Teil 17
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Und jetzt ihr!