Ich dachte ja eigentlich, ich sei auf dem Wege der Besserung. Spieltechnisch gesehen. „Ihr werdet immer besser„, sagt kürzlich gar mein bester Freund und WoW-Meisterzocker Ernie. Zu Machdirnix, dem Druiden, und mir. Hm…

Nachdem mein entzückender Kollege HP ob eines grippalen Effekts schwächelte, musste ich mich gestern alleine durchschlagen. Glücklicherweise fand sich ein Kollege aus der Abteilung Bildgestaltung (die machen diese schöne 3sat-Optik), der ebenfalls einen Druiden durch Azeroth schubst. Selbiger, der gute Traveller, warf sich dann beim gemeinsamen Quest gegen bärtige Dunkeleisenzwerge mit in die Schlacht. Naja, ich habe mich geworfen, Traveller hat versucht, mich rauszuhauen. Dabei dachte ich, ich hätte es jetzt kapiert: Krieger vor, Druiden von Gegner hinten festwurzeln und Krieger vorne heilen.
Wer den Quest kennt, weiß, es sind seeehr viele Zwerge, die man da aus dem Weg räumen muss. Verschiedene Sorten außerdem. Das liest sich in der Questbeschreibung wie ein Kochrezept. Man nehme: 5 Dunkeleisen-Tunnelgräber, 10 Dunkeleisen-Saboteure, 5 Dunkeleisen-Demolierer und 15 einfache Zwerge. Dann ordentlich aufmischen und zusehen, nicht selbst zu Hackfleisch verarbeitet zu werden.
Netto jedenfalls etwa 30 Zwerge, brutto muss man aber jede Menge mehr ausschalten, weil die Kerle einfach immer im Weg rumstehen. Und speziell die Demolierer erwiesen sich als harte Burschen. Davon gab’s zwar immer nur einen, aber der war umgeben von vielen Freunden, somit unseren Feinden.
Ich bin also ab und an mal kurz auf dem Friedhof vorbeigekommen. Und dann wird man noch angemault, mitten im Getümmel: „Komm da raus. Weg aus der Mitte!“ Welche Mitte? Da war Chaos und ich habe ausgeteilt! Irgendwann seufzt Traveller: „Also, mehr als wurzeln kann ich auch nicht…“ 237 verschiedene Zwerge später, fragt Traveller hoffnungsvoll: „Kommt Herrsteller noch?“ (Meisterzocker Ernie, a.k.a. Voodoovince)
Nachdem wir uns zu zweit lang genug die Zähne ausgebissen hatten, haben wir uns zu einer schöpferischen Pause zurückgezogen. Sprich: Rechner aus, Licht aus, Nickerchen, ein ander mal weiterquesten.
Heute vormittag erreichte mich folgende Mail:

Hi Selbstmörderin, .. Du brauchst ja wirklich mindestens einen Priester oder Druiden um Dich , wenn Du in WOW unterwegs bist ! 🙂
Oder besser gleich zwei !! Kein Wunder, das Machmirnix vollzeitbeschäftig ist 🙂

Du hattest mir da mal einen Link wow-mässig geschickt, den ich irgendwie nicht angesehen habe. Leider ist die Mail nun wech… hast Du den Link noch ? War irgendwas mit einem WOW Spieler, der ähnlich wie Du sehr “ mutig “ daherprescht !

Gruss,
Traveller (der immer noch dabei ist, seine Mana Vorräte wieder aufzustocken !!) 😉

Pffffff!

WoW-Tagebuch, Teil 26: Ein Druide nur für mich
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2 Gedanken zu „WoW-Tagebuch, Teil 26: Ein Druide nur für mich

  • März 8, 2006 um 9:51 am
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    Nun gut, hier ist der „gute“ Traveller… da muss ich doch gleich mal meine Sicht der Katastrophe… ehm.. der Lage darstellen ! 😉
    Als „meist alleine durch Azeroth reisender Traveller“ prügelt man sich normalerweise nicht gleichzeitig mit 2-3 Elite Gegnern rum… ist einfach gesundheitlich besser und auch kostengünstiger. (Reparaturen sind auf die Dauer teuer, gelle, werte Valli ?)… und so gehe ich auch davon aus, das es selbst im “ Chaos“ von zwei Gegner, die beide „verwurzelt“ sind, klar ist, daß Mann/Frau nicht in der Mitte von beiden stehen bleibt und sich verprügeln lässt ! 😉 Da kommt man als Druide vor lauter wieder verwurzeln und heilen ja kaum noch dazu, selber mal was auszuteilen ! 🙂 Und ich bin doch sooo gerne mal leise auf vier Samtpfoten unterwegs und fahre die Krallen aus …
    Wie schaut´s aus… ich brauche noch 3 Demolierer ? 🙂
    Traveller

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  • März 8, 2006 um 3:13 pm
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    Jaja, gut, das naechste mal klappts bestimmt besser. Ungluecklicherweise muss ich leider eine kleine Zwangspause einlegen. Die CeBIT ruft… Aber dann ist kein Demolierer mehr sicher, jawohl!

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Und jetzt ihr!