So, nun ist sie fertig, die Doku. Zeit, dass Land zu verlassen…

Die letzten Taten bestanden in der Synchro und der technischen Abnahme. Ersteres ist Fernseh-Sprech für die Aufnahme des Sprechertextes. Dafür haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und mit Susanne Grawe jemanden eingeflogen, der 1984 mit den legendären Rodgau Monotones und ‚Erbarmen, die Hessen kommen‘ einen soliden Hit hatte. Daher ist das ganze auch in hessisch eingesprochen…. Nein, natürlich nicht. Sie kann feinstes Hochdeutsch. Ernsthaft: Susanne wollte ich gerne als Sprecherin, weil sie auch ein bisschen Märchenhaft klingen kann. Und neben Info soll in der Doku auch etwas Feeling rüberkommen.

Gestern folgte noch die technische Abnahme der Doku. Da sitzt man zusammen mit einem Menschen in einem Fensterlosen Raum, an einem Pult mit vielen blinkenden, zappelnden Anzeigen. Plus einem dicken Fernseher und großen Boxen. Dann sieht man, also ich, das ganze zum siebenhundertsten Mal. Der Kollege murmelt normalerweise ab und zu etwas mit sorgenvollem Gesicht und unterschreibt hinterher einen Zettel, der meist sagt: Sendefähig! Im Fall meiner Doku murmelte er etwas von stellenweise negativer Korrelation, Luminanz und Super Black. Ich nicke verständig und trage das sendefähige Band eigenhändig in die Programmbereitstellung. Das ist bei 3sat ein winziges Räumchen im Keller. Allerdings mit Fenster. Da wird es nun seiner Ausstrahlung harren. Ich bin dann doch froh, dass Ding jetzt mal fertig zu haben. So froh, dass ich dem Kollegen der Programmbereitstellung von außen die Türklinke abreiße. Von drinnen kommt ein eiliges, ‚Moment, ich komme‘. Das Problem der losen Türklinke scheint bekannt…

Die nächsten Tage wird sich hier nichts tun, da ich versuche, am Matterhon Gletscherspalten auszuweichen und Skifahrer-Mobs nicht zu pullen. Meine Kriegerin Valli wird bis dahin in einem netten Gasthaus in Shattrath zwischengeparkt und darf sich erholen.

Bis denn!

Making Of, Teil 7: Fertig!
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Und jetzt ihr!