Gebastel im Schnitt

Sooo, gefühlt wird’s mal wieder Zeit, ein bisschen was in Sachen Pixelmacher zu erzählen. Irgendwie gehen wir gerade in sowas wie die dritte Runde, obwohl es nicht explizit so geplant wurde. 

Den Auftakt im neuen Jahr macht die Sendung kommenden Freitag, den 13. Januar. Da geht es um Tiere in Videospielen. Wir spielen ein bisschen Tierquartett – Frogger vs. die Kuh aus Black & White. Im Quartett-Fieber unter anderem André Peschke von Krawall.de.
Außerdem: Spiele FÜR Tiere. Mein Kollege Memo hat 3 Redaktionskatzen und einen Hund verschlissen, um iPad-Spiele für Tiere zu testen. Die Tiere kamen nicht zu Schaden, nur Memos Nerven. Das Ergebnis hat unsere Sprecherin Karo zweimal mit Lachkrampf abbrechen lassen. 
Außerdem hat einer unserer freien Autoren (Herr Willie) den koreanischen E-Sports-Sender Ongamenet besucht und ein weiterer Kollege im neuen Gamesstudio von Klaas Kersting (Ex-Gameforge) vorbeigeschaut. Uuund last but in keinster Weise least gibts eine neue Rubrik (Pilotfolge), die da heißt „Do’s & Don’ts“ – gefertigt hier. In dieser Pilotfolge gehts um schlechte Synchro in Games, selbstredend ein absolutes DON’T.

Für die neuste Pixelmacher-Folge sind wir ins Bluebox-Studio gegangen. Kollege Sebastian hat dafür stundenlang die richtigen Hintergründe rausgesucht, die Bilder schon mal passend in verschiedene Ebenen zerlegt. Trotzdem hat der Cutter noch genug zu basteln gehabt und Layer auf Layer türmte sich auf dem Monitor im Schnitt. 

And now: What?
Die erste Runde, oder Staffel, waren die allerersten sechs Folgen. Ziemlich viel Baustelle noch. Die zweite Runde waren die Sendungen zwischen August und Dezember. Da haben wir nach der wilden Experimentierphase der ersten Runde erst mal mehrere Gänge zurück geschaltet und uns auf klassisches Handwerk konzentriert: Gute Beitrags- und Schwerpunktthemen finden, ausprobieren welche Themen überhaupt ankommen.Runde drei darf wieder ein bisschen mehr ausprobieren. 

Was die Beiträge betrifft, haben wir das Gefühl und auch entsprechendes Feedback, auf ganz gutem Weg zu sein. Inzwischen wissen wir in Etwa, wie Beiträge aussehen sollten, wie die Texte sein sollten usw. Bei den Moderationen haben wir in der zweiten Runde einfach gemerkt, wie schwierig (und ungewohnt für die meisten im Team) es ist, ohne Studio zu arbeiten. Wenn man Locations sucht, will man einerseits besondere Orte haben, die auch optisch was bringen und in denen man sich vielleicht ein bisschen austoben kann. Andererseits müssen Moderationen oft einfach nur gut auf ein Thema hinleiten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wenn es von einem Beitrag direkt in ein Gespräch geht (wie in der Sendung zum Thema Hacker), hat man keine Zeit, noch großartig auf die Geschichte des Ortes wo man steht, einzugehen. Das muss man dann eigentlich in einer eigenen Position machen. Das kostet oft Zeit, die man dann nicht für das eigentliche Schwerpunktthema hat. Locations wie Burgen, Bunker, Industrieanlagen oder Kellergewölbe lassen sich zwar schick ausleuchten, müssen aber irgendwie eingeführt werden. 

Dreh auf der Burg Hayn

img_1264Nachdem wir uns zuletzt also mehr auf Inhalte und Look von Beiträgen konzentriert haben, wollen wir das auch für die Moderationen angehen. Wir wollen aber versuchen, einen Look zu finden, der interessant ist. Ohne uns zu verspielen – es müssen keine irrwitzig abgefahrenen Kamerafahrten sein oder spektakuläre Farbstimmungen und Effekte. Das kostet Zeit und Geld, wenn es richtig gut sein soll, und wir haben das Budget eines ambitionierten Spartenkanals. Stattdessen wollen wir versuchen, das mit kleinen Besonderheiten zu erreichen. Demnächst wollen wir Moderationen mal mit einer DSLR-Kamera drehen. Und grundsätzlich sollen die Moderationen nicht mehr ganz so viel erklären – in Runde zwei der Pixelmacher-Produktion hatten wir das Gefühl, dass das manchmal einfach zu lang wurde.

Die Sendung für morgen Abend ist fertig und kann hier bereits online geguckt werden. Feedback wie immer very welcome! Hier direkt in den Kommentaren oder per Mail an Pixelmacher@zdf.de.

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Pixelmacher: Runde 3
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3 Gedanken zu „Pixelmacher: Runde 3

  • Januar 12, 2012 um 2:40 pm
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    Ich finde es einfach nur wichtig, dass es die Sendung überhaupt gibt. Die meisten Eltern haben immer noch überhaupt kein Verständnis dafür. Das die heutige Jugend aber die Nintendo Figuren so wahrnimmt, wie sie selbst damals Mickey Mouse und andere Disney-Protagonisten ist noch unbekannt. Aber genauso wie Mickey und Donald eben Kultur sind, sind es auch Mario und Zelda. Einfach das schon einmal zu verstehen um mit den eigenen Kindern auf gleicher Augenhöhe zu reden fehlt noch.
    Wenn dann als Beispiele bei Vorträgen Battlefield 3 vorgeführt wird, ärgert mich das. Das gibt es zwar, wird aber von einer vergleichsweise kleinen Gruppe gespielt. Wirklich große Spiele sind etwa Minecraft, Farmville oder natürlich Angry Birds. Das ist von den Installationen fast so groß wie Facebook. Wir reden von 600.000.000 (oder sind es schon wieder mehr?). Das zeigt die Bedeutung in der Gesellschaft. Das ist Kultur!
    Ich bin übrigens kein Gamer. Früher mal, jetzt ist dafür keine Zeit mehr. Das überlasse ich nun meinen 5 Kindern. Ab und an entwickle ich aber auch mal ein Spiel für sie. 😉

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  • Januar 12, 2012 um 9:57 pm
    Permalink

    Ich muß sagen, ich hbae bisher nur die ersten Folgen gesehen und jetzt hier diese letzte. Ich muss schon sagen, ihr habt euch schon gesteigert 🙂

    Ich fand das Kartenspiel am Anfang sehr toll, weil dort „spielerisch“ viel Informationen rübergebracht wurden.

    Und auch die Doku über Spiele im Südkoreanischen TV war sehr interessant und spannend. Obwohl eine wichtige Information wohl gefehlt hat: Es gab meines Wissens sogar einen Fernsehsender nur über Starcraft allein und nicht allgemein nur über Spiele!

    Was ich gar nicht verstand bzw. schlecht rüberkam war der Beitrag über das Reality-Spiel. Ist das jetzt ein Spiel oder mehr so eine Art Videoinstallation? Und falls es das Erstere ist, wissen die Macher dieses Projekts allg. nicht viel über das heutige Niveau von Spielen. Abgefilmte reale Videos als Spielinhalt zu kreieren; darüber sind wir heutzutage Gottseidank drüber hinweg.

    Arbeitet weiter an euch, ihr seid auf einem guten Weg!

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Und jetzt ihr!