Nachdem wir unseren „Praktikanten Torben“ mit den surrealsten Simulationen gequält haben, die wir finden konnten, haben wir ihn zum Ausgleich die Sende-Kritik aufgetragen. Da konnte er mal so richtig zurück keilen. Die Sendung vom 25. Juni 2012 könnt ihr hier in der Mediathek sehen.

Torbens Kritik:

Here we go:

Bei Themenauswahl wurde die Top 5 gespoilert. Zu sehen war Platz 1 Schäfer Heinrich. Muss nicht sein.

Es wird zu Beginn nicht erklärt, warum Lukas in der Games Academy ist, später dann doch. Aber was hat 3D Modelling und Animation mit Simulationen zu tun? Erklärung und genauer Bezug bleibt aus. Gleiche Arbeitsschritte gibt es bei prinzipiell jedem anderen Spiel auch. Auch durch den Comic Stil entfernt man sich evtl. noch weiter vom Thema Simulation.

Vorstellung der 4 Studenten kommt evtl. zu kurz. Wirkt überhastet.

„Wie findest du Kinect?“ „Wie findest du 3rd Person Shooter?“ kein guter Übergang. Antworten der Studenten unnatürlich und zu kurz.

Anmoderation Spec Ops: Wieso wird das Spiel nicht noch einmal genannt und wieso wurde der Versprecher (First Person/Third Person Shooter) übernommen und es nicht noch einmal versucht?

Abmoderation erfolgt eigentlich doppelt. 3D-Lukas und Lukas sagen prinzipiell das gleiche. Warum?

Das Modelling, etc. ist auf jeden Fall ein spannendes Thema und es ist auch interessant zu sehen, welche Arbeitsschritte dahinter stehen, aber für diese Ausgabe ist es vielleicht nicht ganz passend.

Bildlich finde ich die Anmoderationen auch unschöner als beim letzten Mal.

Beitrag Landwirtschaftssimulator:

Bezug zu Simulation ist klar vorhanden.
Beitrag finde ich, was die Infos angeht, ganz gut. Hab nach einmal schauen noch viel im Kopf.
Der Entwickler spricht von 3 Spielertypen, zu sehen ist allerdings nur einer.
Ein „normaler“ Spieler (kein Modder oder Bauer) wäre interessant.
Viel zu wenig Musik, ausgewählte Musik ist langweilig, monoton. Dadurch wird auch der Beitrag zäh. Manche Bilder haben förmlich nach musikalischer Untermalung geschrien (Treckerfahrt).

Auch die Sprecherin trägt zur Monotonie bei. Klingt gelangweilt (gilt für alle Beiträge)

Beitrag Top 5:

Endlich Musik!
Passt zum Thema Simulation
Gerade hier geht viel durch die Sprecherin verloren. Einige Betonungen sind unpassend gesetzt. Hätte mehr draus gemacht werden können
Ende zu lang. Früher rausgehen bei Blick in die Kamera.

Beitrag Kinect Hacks:

Wieder leider keine richtige Musik.
Wo ist der Bezug zu Simulationen?
Was macht diesen Kinect Hack spannender als andere?
Gibt es keine Kinect Hacker in Deutschland?
Es wird nicht klar, wie Kinect eingesetzt wird (besonders bei Wall-E ist mir das immer noch ein Rätsel) Es wird einfach gesagt, das alles klappt dank Kinect und dessen Kamera. Zu unspezifisch
Was bleibt hängen? Ein Kind sagt Wall-E
Vor allem das Ende wirkt unfertig. „Ach schön…“ (naja)
Findet auch Twitter:
Spec Ops: Sorry #Pixelmacher, aber der Kinect-Beitrag war eine klassische Themaverfehlung, ansonsten eine nette Sendung

Beitrag Spec Ops:

Zwar keine Simulation, dafür aber aktuell
Der Deutschlandbezug ist auch gut
Der erste Teil über das Spiel selbst ist gut und interessant, den zweiten über Yager und deren Geschichte hätte es nicht unbedingt gebraucht. Da wurde es dann etwas langweiliger.
Wenn man über aktuelle Spiele spricht, wäre ein kleines Fazit/Review/Preview nicht schlecht. Stattdessen wird eher über die Eigenschaften des Spiels nur berichtet.
Die Macher preisen das Spiel als moralische Zwickmühle und wollen die Spieler zu besseren Menschen erziehen. Dennoch handelt es sich bei dem Spiel um einen plumpen Militärshooter. Beim Anspielen hab ich nichts von den versprochenen Revolutionen mitbekommen. Hier könnte man mehr nachhaken und die Entwickler evtl. in Erklärungsnot bringen. Die Spieler müssen die Schockszenen erst einmal in dem Kontext verstehen, wie sie von den Entwicklern geplant wurden. Für viele könnten sie auch einfache Befriedigung der Sensationsgeilheit sein. Damit würde sich das Spiel nicht von einem Call of Duty unterscheiden.
Gut, dass viel Gameplaymaterial gezeigt wird

Beitrag WASD:

Zwar keine Simulationsthema, dafür aber aktuell (Glücklicherweise spricht der Herausgeber aber einen Baumfällsimulator an)
Der Beitrag geht eigentlich über die beiden Autoren und deren Erfahrungen mit schlechten Spielen. Dass das auch das Thema der ersten Ausgabe (Tasty Trash) ist, wird nicht direkt Bezug genommen, weder in der Anmod noch im Beitrag selbst.
O-Töne sind nicht synchron (lang vll an der Mediathek?)
Schlechte Spiele funktionieren ja eigentlich auch immer. Bei manchen hat allerdings eine bildliche Untermalung gefehlt (Flummi Baumstämme, Pit Fighter Verpackung)
Auf das Magazin selbst und dessen Absichten wird dann allerdings zu kurz eingegangen. Hätte auch mehr kommen können. Evtl. einen Leser befragen. Wie kommt es überhaupt an?

Beitrag 50 Sekunden:

Gutes Beispiel, wie Musik eingesetzt werden kann.
Lockert nach der ganzen Monotonie auf. Wieso nicht mal in die Mitte setzen?
Wieso immer Dubstep? War bei den letzten Do’s and Dont’s, glaub ich, auch schon. Fürchterliche Musik.

Generell:

Ich fand die Sendung im ganzen schon OK, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Das lag vor allem an der Sprecherin. Die Beiträge hörten sich gelangweilt und lustlos an. Man hatte nicht das Gefühl, dass die Person weiß, was sie gerade vorliest. Die Stille mancher Beiträge hat auch viel zur Langeweile beigetragen. Die Sendung braucht mehr Musik (richtige Musik, kein GEMA freies Gedudel, das sich nach 10 Sekunden wiederholt und keinen Wiederkennungswert hat.) Man muss es ja nicht unbedingt wie bei Reload übertreiben, aber da wirken die Beiträge durch den Einsatz von Musik wesentlich stimmiger und lockerer. Auch das Thema Simulation wurde mehr oder weniger verfehlt. Ein Beitrag mehr zum Thema hätte einen klareren Fokus gezeigt. Ein Beispiel wäre Simulationen im Mainstream und dann irgendwas zu Rennsimulationen, Fifa oder anderen Sportsims oder was ganz anderes. Keine Ahnung. An den Moderationen fand ich gut, dass sie durch die verschiedenen Arbeitsschritte eine klare Dramaturgie hatten. Eine Geschichte, die zwischen den Beiträgen erzählt wird, funktioniert besser als fünf verschiedene Mods an unterschiedlichen Orten. Die Übergänge zu den jeweiligen Beiträgen haben dann allerdings nicht mehr so gut funktioniert.

BAM!

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Sendekritik von Pixelmacher-Prakti „Torben“
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3 Gedanken zu „Sendekritik von Pixelmacher-Prakti „Torben“

  • Juni 28, 2012 um 10:57 am
    Permalink

    Ja, einige Punkte waren wirklich sehr unstimmig eingebaut. Um typische Simulationen ging es wirklich nicht.
    Andere Punkte kann man getrost übersehen. Irgendwo machen kleine Fehler auch sympathisch.

    Generell freie Musik als nicht richtige Musik zu bezeichnen ist beleidigend. Es gibt genügend exzellente freie Musik.
    Ich glaube, dass auffallende Musik sowieso von informativen Inhalten ablenkt. Will man sich nur berauschen lassen, wäre sicher Game One die bessere Sendung.

    Antworten
  • Juni 28, 2012 um 11:09 am
    Permalink

    super selbstkritik… habe ich lange drauf gewartet das eine sendung mal in den spiegel schaut und sich nicht vom fanboygeschrei und eigener wahrnehmung täuschen lässt.

    Antworten
  • Juni 28, 2012 um 11:56 am
    Permalink

    #Herr Kaschke

    Wir veröffentlichen hier nur die milden Kritiken.

    Antworten

Und jetzt ihr!