Neben meinen beiden Teilzeit-Helden, der Magierin Nusspli und Kriegerin Valli, arbeitet sich gerade Schurkin Schlompf an die Spitze des Universums. Kaum zu glauben, aber wahr: Schlompf hat es vor kurzem zur Scherbenwelt-Tauglichkeit gebracht. Mit fiesen Tricks und gewetzten Dolchen habe ich mich auf Level 58 gemeuchelt und bin entsprechend stolz Richtung Dunkles Portal gereist. Ich erinnerte mich noch, dass dort notorisch schlechtes Wetter war: Ständig donnergrummelt es. Wesentlich mehr hatte ich nicht mehr im Kopf, schließlich sind Valli und Nusspli hier vor Äonen bereits durch. Vielleicht hätte ich in dem ein oder anderen Tagebuch-Eintrag nachlesen sollen…

Schlompf hüpft jedoch frohgemut durch das Portal, ich kenn‘ mich schließlich aus. Hart links zum Greifen-Chef, und ab nach Ehrenfeste. Während des Flugs breche ich fröhlich pfeifend all meine alten Quest ab: Was soll ich mich in den Pestländern abquälen, ich bin bereits für Höheres bestimmt.
So rasend viele ehrenvolle Aufgaben hält man hier gar nicht für mich bereit, aber gut: Zwanzig Höllenorcs vermöbeln, Pfade von Unrat reinigen, Holz und Metall zum Recyceln zu sammeln sowie ein paar Talismane einsammeln bringen schließlich auch EP.
Während ich versuche, unbemerkt hinter die Höllenorcs zu schleichen um ihnen eins überzubraten, stolpere ich über diese völlig unnützen Hölleneber. Wenn die mir nur meine Prinzessin-Leia-Gedächtnisfrisur verstrubbeln würden, wärs ja nicht so schlimm. Aber nein, diese elenden Sauviecher verderben mir mein Heldentum! Jeder Eber der Höllenfeuerhalbinsel legt sich mit mir an und meistens gewinnen sie. Wenn zu meinem Unglück auch noch Pech kommt, beteiligen sich noch ein paar Grunzer des Blutenden Auges an meinem Untergang. Die Grunzer sind keine Schweine, sondern Orcs, aber gleichermaßen lästig. Die Sache mit den Talismanen ist auf keinen Fall zu schaffen, auch wenn das Questlog die Aufgabe als schaffbar anzeigt. Aber seit den Zeiten der Burning-Crusade-Beta hat sich eines nicht geändert: Es ist völlig sinnlos, mit Level 58 die Scherbenwelt zu bereisen. Das einzige, was man gefahrtlos tun kann, ist zwischen Portal und Ehrenfeste mit dem Greifen immer hin und her zu fliegen.

Ich stelle fest: Es gibt hier nicht genügend lösbare Aufgaben für einen aufstrebenden Gnom. Ich drohe den Höllenebern ewige Verdammnis an, raffe mein Handgepäck zusammen, fliege gen alte Welt und nehme kleinlaut einige alte Quests wieder an. Da gibts doch dieses Silithus, wo immer ein paar Mücken zu verkloppen sind. Und dann könnte ich auch endlich mal meine Schlossknack-Skills verfeinern. Was im Übrigen auch wieder so ein dufte Sache ist: An die entlegensten Plätze reisen, unscheinbare Kisten (mittelgrau auf blassgrauem Grund) suchen und gefühlte 10 Minuten im Schloss stochern. Alles für einen einzigen lausigen Skillpunkt. Oder verstohlen herumschleichen und hunderte schuppige, borstige, gehörnte oder behelmte Gegner niederschlagen und ausrauben. Jeder zweite davon hat keine Taschen, keine Kiste oder ich habe ihn schon beklaut.

Es läuft also spitze. Und ehrlich: Das Spiel macht einen Riesenspaß! Meistens, jedenfalls…

WoW-Diary, Teil 76: Autsch….
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3 Gedanken zu „WoW-Diary, Teil 76: Autsch….

  • Dezember 27, 2009 um 7:24 pm
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    Irgendwas machst du falsch, ich bin mit jedem meiner zig Twinks bereits mit 58 in die Scherbenwelt und hatte dort nie Probleme mit den Quests. Finde das sogar super dort, da man erstens sofort viel, viel bessere Ausrüstung bekommt und zweitens viel mehr XP für die Level, so dass man in nullkommanix die 60 erreicht 😉 .

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  • Dezember 28, 2009 um 10:50 am
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    Hihi, vielleicht liegts auch an der Klasse – meine Schurken sind mit spätestens Level 20 der Löschung zum Opfer gefallen 😉 .

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Und jetzt ihr!