
Ja ja, ihr habt bestimmt alle schon Häuser mit allem Drum und Dran! Aber nun, ich bin ja immer etwas hinterher, außerdem muss ich ja meiner Chronistenpflicht nachkommen und die braucht Zeit. Buffed und Co sind natürlich schneller, aber dafür ist es bei mir lustiger, oder?11!?
Ich habe also die neue Erweiterung Midnight vorab bestellt, damit ich schon ein Haus erwerben und einrichten kann. Das Real Estate Business ist jetzt endlich auch in der Fantasywelt angekommen. Zumindest in Inneneinrichtung durfte ich mich auf der letzten Gamescom in Köln bereits versuchen. Warum ich darüber nicht geschrieben habe? Nun, ich fand das überraschend langweilig. Ein 15-Minuten-Slot, ohne Kontext einfach mit dem Editor alleine gelassen, hat wirklich erstaunlich wenig Laune gemacht.
Der Weg zum Eigenheim
Aber der Reihe nach. Nachdem der allerliebste Spieler von allen natürlich bereits ein luxuriös eingerichtetes Chalet aus Nordend-Holz sein Eigen nennt, muss ich erstmal mit der „Aufhol-Erfahrung“ – nun ja – aufholen.
Ich soll erstmal 10 Gnolle umhauen und das ist ja nun eine meiner leichtesten Übungen. Allerdings ist es fast wie früher und die Gnolle werden schneller von anderen Spielenden niedergewalzt, als ich Frostbälle herbeizaubern kann. Aber ich habe Geduld. Ich muss Lady Jaina Prachtmeer (nicht die beste Übersetzung) und Thrall helfen. Ich soll Oger Runk aus dem Weg räumen, preisgekrönte Kürbisse bergen und schlecht geschriebene Pläne (Oger halt) sammeln.
Runk ist momentan außer Haus, beziehungsweise hat gerade erst von einer anderen Spielerschar auf die Nuss bekommen. Bei seinem erneuten Erscheinen verpasse ich leider meinen Einsatz, weil ich aus Langeweile einer ebenfalls wartenden Blutelfe winken möchte und auf die Tastatur gucke. Beim 2. Erscheinen Runks verpasse ich erneut meinen Einsatz, weil ich diese Notiz hier schreibe. Seufz. Beim 3. Erscheinen kann ich rechtzeitig den Stift fallen lassen. Baam!
Ich will es hier nicht zu lange rauszögern: Es folgen ein paar weitere Quests, an deren Ende Thrall nach Hammerfall abdampft, weil man dort nach reichlich Oger-Überfällen mal renovieren müsse. Ich soll Lady Prachtmeer nach Stromgarde begleiten, wo mein nächstes Abenteuer auf mich wartet. Es heißt endlich: „Holt Euch ein Haus!“
Frau Dämmerblüte und die Qual der Wahl
Lyssabell Dämmerblüte ist ausgesprochen hilfsbereit und eins muss man mal grundsätzlich festhalten: In Azeroth bekommt jeder ein Dach über den Kopf, ohne Kosten. Wohnen für alle – das gefällt mir. Also gar nicht so viel knallhartes Real Estate-Dings. Frau Dämmerblüte ist die Ansprechpartnerin für Gildenmeister:innen und das trifft auf Magierin Nusspli zu. Ich kann mich zunächst kaum entscheiden: Nah am Strand kaufen? Was, wenn es eine Sturmflut gibt? Lieber weiter im Landesinneren? Von da ist es aber zu weit zum Strand. Ich entscheide mich für ein Häuschen im Südwesten der vorgesehenen Region namens Gründerspitze. Unter ein paar schattigen Bäumen, Strand in Gnomenlaufnähe.

Ab jetzt heißt es: Einrichten, einrichten, einrichten. Im Nu steht der Kamin, es hängen Bilder, ich wähle ein pompös-plüschiges Riesenbett und stelle Tischchen für Tünnef auf. Das Klo ist draußen – könnte ja riechen. Jetzt will ich aber ein bisschen hübsche Raumaufteilung, denn die Bude besteht zunächst nur aus einem einzigen großen Innenraum. Der allerliebste Spieler von allen hat einen Paravent, sodass er eine sehr gemütliche Schlafecke eingerichtet hat. Sowas will ich auch. Ich wühle mich durch den Editor und finde allerlei Krimskrams, von kleiner Dekoware bis zu großen Bücherregalen. Nur keinen Paravent. Den muss ich erst erspielen, wie mir der schlussendlich befragte Lieblings-Experte eröffnet. Hmpf. Ich mache noch ein bisschen Vorgarten und dann entscheide ich mich dafür, die restlichen Inneneinrichtungsarbeiten demnächst fortzusetzen. Ich habe schließlich auch noch anderes zu tun, wie inzwischen auch Blizzard merkt.

Fazit: Im Spiel-Kontext macht „Housing“ Spaß. Ich brauche dringlich einen Paravent, lassen Sie mich durch! Bis zum nächsten Mal, liebes Tagebuch.
UPDATE vom 18. Februar ’26: Weil alle (außer mir) schon innen- und außen-architektonische Meisterwerke vollbringen, kündigte Activison Blizzard gestern an, man könne ab heute seine Designs direkt aus dem Spiel heraus auf Pinterest posten. Möglich macht es das IngGame-Spielzeug „Pin-o-Matic Camera“. Nur, falls ihr Inspiration mit Moodboards, persönlichen Spielsammlungen und kuratierten Behausungsgalerien braucht. Mir macht das schon gleich wieder schlechte Mood …
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