Buchtipp: Der Orkfresser

Buchtipp: Der Orkfresser

Der erfolgreiche Fantasy-Autor Aaron Tristen ist unglücklich. Seine Buchreihe „Engel gegen Zombies“ hat ihm Geld und Ruhm gebracht, aber erfüllend ist das alles nicht. Tristen findet, seine „Mischung aus Engel-SM, Zombieselbstfindung und ätherischer Wunderlanddystopie“ ist so „sackdumm und leer“, dass die Leser am Ende noch immer hungrig sind auf mehr davon. Wie bei einem literarischen McDonalds-Buffett, „Der Orkfresser“ heißt das Ganze und ich mochte es. Christian von Aster hat es geschrieben und erzählt mit viel Witz und Spaß am Fabulieren, mit einem augenzwinkernden Blick auf den Literaturbetrieb und das Fantasy-Genre von einem chaotischen Selbstreinigungstrip.

Aua: no pain no game

Aua: no pain no game

Berliner, Berlinerinnen und Berlin-besuchende-Menschen, hier ein kleiner Ausstellungstipp. Das Goethe-Institut will den Diskurs in Sachen Gamification anstoßen und hat unter dem Titel „Spieltrieb“ dafür eine ganze Menge Projekte gesammelt. Unter anderem eröffnet am 16. März die interaktive Ausstellung „no pain no game“. Das klingt nach großem Spaß und besserem Fremdschämen als beim Bachelor-gucken!

Drachenväter. Und Mütter.

Drachenväter. Und Mütter.

Man kann sie im Grunde ein bisschen als Speerspitze der Nerds bezeichnen – im wahrsten Sinne des Wortes. Jedenfalls kommen hübsch verzierte Stichwaffen häufig vor 😉 Ich habe die Pen & Paper-Rollenspieler meiner Mittelstufen-Gymnastistenzeit mit ihren Würfeln und Tabellen zwar nicht so recht verstanden. Mir waren Bücher und Filme einfach lieber. Was Spiele wie Dungeons & Dragons oder Buch-Reihen wie die Drachenlanze-Romane für einen kulturellen Einfluss hatten, wurde mir erst mehr als ein Jahrzehnt später klar. Als 2004 – vor fast genau 10 Jahren – World of Warcraft die PCs infizierte. Und ich 2007 eine halbstündige Dokumentation über die Faszination an Online-Rollenspielen gemacht habe. Vor ein paar Wochen erschien mit „Drachenväter“ jetzt eine Kulturgeschichte des Rollenspiels…