Da sind wir! In Kürze gehts schon mal ins Pressezentrum des LACC, um sämtliche Badges abzuholen: Für den Showfloor und die Media Briefings.
Morgen früh um 7 Uhr heißt es, im Galen Center aufschlagen, um bei der XBoxOne-Pressekonferenz den Kamera-Platz auf dem Podium zu sichern. Der Tag endet dann um 18 Uhr Ortszeit mit der PlayStation-Pressekonferenz.
Auch wenn man sich fragt, wie viel mehr Shitstorm noch geht, in Sachen XBoxOne: Wesentlich spannender als alle neuen Konsolen scheinen Themen wie Oculus Rift zu sein: Virtual Reality ist zurück!
Bild: Young people at the beach (Department of Maps, Prints and Photographs, The Royal Library, Denmark.)
“Auf Teufel komm raus cool” oder “sehr schöner Film”: Das in etwa ist das jüngste Feedback zu Pixelmacher. Kritik ist nicht immer einfach. Manchmal schwer auszuhalten, manchmal schwer zu formulieren, leicht falsch zu verstehen. Das bezieht sich sowohl auf das, was (meist aus dem Netz) bei uns ankommt, als auch darauf, was wir intern so diskutieren. Ich versuche hier soviel wie möglich zu spiegeln, von dem, was wir mit Pixelmacher so hinter den Kulissen tun. Ich finde es wichtig, soviel wie möglich transparent zu machen – soweit das geht, ohne jemanden auf die Füße zu treten, Fehler meinerseits nicht ausgeschlossen.
Zuschauer sehen natürlich nur das, was irgendwann mal über TV-Bildschirme flimmert oder ins (hoffentlich nicht gedrosselte) Web fließt. Was hinter den Kulissen heftig diskutiert, verändert, versucht, wieder zurückgenommen oder neugestaltet wird, ist im TV oft kaum wahrnehmbar oder man bekommt es als Zuschauer eben einfach präsentiert. Nehmt. Guckt. Das finde ich schade und vor allem fehlt uns ein Rückkanal. Deswegen versuche ich das hier möglichst transparent zu machen. Feedback also unbedingt erwünscht!
Wenn man Videosspiele auch nur eine Winzigkeit leiden kann, möchte man auch gelegentlich mal mit oder gegen jemanden spielen. Für den Punktestand gegen Unbekannt, aus nickligen Gründen gegen den Hass-Kollegen, aus Spaß mit Freunden, aus Gründen gegen Irgendwen. Oder mit jemand besonderen. Gesucht: Ein Best-Of des Zusammenspiels.
In Sachen Genre und Themen gibt es theoretisch viel Auswahl. Praktisch ist die ganze Sache aber viel schwieriger. Und zwar aus technischen und… sehr vielen anderen Gründen. Zugegebenermaßen teilweise individueller Natur.
“Ever wondered how to make more players act like “whales” – get deeply engaged with your game, keep coming back to it and bring you a lot of revenue?”
Nachzulesen ist dieses Zitat in der Beschreibung für einen Talk auf der diesjährigen Casual Connect. Diesen Talk kann man sich hier ansehen.
Wer die aktuelleste Pixelmacher-Ausgabe mit dem Schwerpunkt “Mindfuck” gesehen hat, wird auch das Stück zum Thema “Whale Watching” gesehen haben. Weil in einem knapp 4-Minuten-Beitrag nie alles Platz findet, was man so an Infos zusammenträgt, packe ich das an dieser Stelle nochmal zusammen.
Was in den Achtzigern Arkadeautomaten waren, nämlich ein Groschengrab, dahin tendieren heute vor allem mobile Spiele. Dank In-App-Verkäufen, die sie quasi zum Fass ohne Boden machen. Ein kostenloses Spiel frisst unbegrenzt, wenn man einen nervösen Zeigefinger hat. Bekanntlich geben nur etwa 5 Prozent aller Spieler Geld aus, der Rest spielt dankend kostenlos. Aber dieser kleine Prozentsatz lässt Herstelleraugen leuchten. Und sie sind nicht überraschend im Visier der Macher…
Auch abseits von mittelmäßig sinnvollen Welttagen wie dem heutigen ein Thema, über das man mal reden könnte…
Zur Erinnerung: Frau Sarkeesians Kickstarterprojekt „Tropes vs. Women in Video Games“ hat absurderweise mit sexistischen und rassistischen Beschimpfungen gegen sie selbst zu kämpfen gehabt. Ihr Projekt hat sie trotzdem erfolgreich realisiert. Yeah.
Einer der treffendsten Kommentare zum PLaystation Meeting am 20 Februar. Kyle Bosman von Gametrailers.com fasst die wichtigsten Punkte zusammen, die er vom Event mitnahm. Die Videospiel-Industrie darf sich unter anderem vorwerfen lassen, dass das Wort “Content” alleine alles, nur nicht King ist und sie das mit dem Spaß irgendwie falsch versteht. Trotz etwas anstrengender Dauer-Musikuntermalung des Anhörens wert!
Ich darf hiermit auf die nächste Sendung am Montag verweisen. Unser Schwerpunktthema ist diesmal die “Community”. Vor ihr haben alle Respekt. Ihr Urteil ist Gesetz und viele Publisher und Entwickler behandeln sie mit erheblicher Ehrfurcht. Ob Casualgamer, Modder, Fanartists, Speedrunner, Rennspielliebhaber, Otakus, Komplettlösungsschreiber, Forenbetreiber, Blogger oder Allesspieler – die Gamingwelt ist ein Kaleidoskop unterschiedlichster Interessengruppen. In unserem Schwerpunkt-Thema treffen wir sie und sprechen mit ihnen über Macht, Einfluss, Leidenschaft und… Videospiele.
Die Themen im Einzelnen:
• Der Arschlochgamer: Games haben sich vom nerdigen Hobby pubertierender Pennäler zu einem generationen- und kulturübergreifenden Kulturgut entwickelt. Die Welt spielt! Hurra! Doch im Internet tummelt sich eine Abart des gemeinen Spielers, denen die breiter werdende Akzeptanz der Games ein Dorn im Auge ist: Hater, Trolle, Flamer, Basher, Ranter, es gibt viele Namen für das selbe Phänomen: Eine Gruppe Menschen, die sich selbst als die “wahren” Gamer sehen, die ihr Spiel, ihr Genre, ihre Serie besser verstehen als die Entwickler, und ihre Meinung in Form von Hass und Beleidigungen in die Foren ätzen. Doch wer sind diese Hooligans der Game-Kultur? Und was bringt sie dazu, gegen alles zu kämpfen, was nicht in ihr Bild vom True Gaming passt?
• Virtual Dojo Vienna: Sind wir doch mal ehrlich: In einem Videospiel geht doch nichts über eine gepflegte Klopperei. Möglichkeiten gibt`s genug, denn Fighting Games gibt es in allen Formen und Farben. Für ambitionierte Spieler sind aber nur spielhallenerprobte Titel wie Street Fighter 4, Marvel vs. Capcom oder BlazBlue interessant, weil sie komplex und trotzdem fair ausbalanciert sind. Diese Spiele werden auch im Virtual Dojo Vienna gezockt, dem ersten gemeinnützigen Verein im deutschsprachigen Raum für BeatEmUps. Gemacht hats Micha Cherdchupan von Kollisionsabfrage.net – hier ein Post von ihm zu der Folge.
• Hausbesuch bei spieletipps.de. Wie halten sie’s mit Netiquette in ihrer Community?
• Toll finden wir, uns in fremden Welten zu verlieren. Dafür eignen sich MMORPGS wie kein anderes Genre. Und wir sind nicht allein. World of Warcraft zählt zur Zeit etwa 10.000.000 Spieler. Einige von ihnen kommen nicht mehr zurück. Doch eine Anti-Rollenspielcommunity hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie alle zu retten.
Außerdem haben wir Herrn Kascke, der immer was zu sagen hat. Und last but not least unser 120-Sekunden-Review, diesmal zu “The Cave”.
Und hier noch das Making-Of zu unserem Harlem Shake:
Rund zwei Stunden habe ich gestern in einer Höhle verbracht. Zusammen mit einer Brillenschlange, einer Abenteurerin und einer wandelnden Blechdose. Ich war danach etwas erschöpft. Und, ja, ich habe zwischendurch den ein oder anderen Wutanfall gehabt. Ich habe übrigens bis zu diesem Moment kein anderes Review gelesen. Das werde ich nach diesem Blog-Post tun. Mal sehen, wie weit ich von zum Beispiel Superlevel-Autor Dennis Kogel weg liege…
M.C. Escher meets Magritte resultiert in Indiegame namens Back To Bed. Back To Bed ist ein Browserspiel, entwickelt von Studenten der National Academy of Interactive Entertainment in Kopenhagen.
Der großäugige Bob ist Schlafwandler und die Narkolepsie überfällt ihn ausgerechnet in den gefährlichsten Umgebungen. Bob schlurft also schlafwandelnd über schwebende Brücken, durch seltsame Türen und merkwürdige Treppen, allerdings wendet er immer nur im Uhrzeigersinn. Das bedeutet, dass er unter Umständen an einer Stelle immer im Kreis läuft. Sein Begleiter ist zum Glück wach: “Subob” ist so eine Art Hund mit Gesicht und sein bzw. euer Job ist es, Bob sicher über Brücken und Abgründe zu lotsen, ohne dass er abstürzt oder von den eigenen Alptraum-Kreaturen erwischt wird.
Subob kann Gegenstände (zum Beispiel einen riesigen Apfel) aufnehmen. Der muss dann so platziert werden, dass Bob richtig abbiegt. Ich habe den armen Bob schon recht häufig ins Nichts schlurfen lassen. Treppen sind natürlich auch nicht, wonach sie aussehen. Die künstlerisch ganz offensichtlich von Magritte und Escher inspirierte Umgebung ist perspektivisch oft verdreht. Treppen führen nicht nach oben sondern auf eine Seitenwand. Ähnliches gilt für die Türen, von denen man auch nicht auf den ersten Blick sieht, wo sie hinführen. Sorry, Bob!
Subob muss nämlich oft auch erstmal losziehen um den Apfel einzusammeln, mit dem er dann Bob auf den richtigen Weg führt. Da heißt es ausprobieren und das ist relativ schnell knifflig.
Das Spiel kann sich einer Nominierung für den Student Showcase auf dem Independent Games Festival in San Francisco erfreuen. Und spielen kann man es hier. Eine schöne Idee umgesetzt in ein charmantes Browserspiel – empfehlenswert!
Ich gebs ja zu: Mein erster Gedanke, als ich von dieser Kamapgne gehört habe, war, och nee. Nicht schon wieder so eine erhobener-Zeigefinger-Nummer. Das war vorschnell, denn die Aktion ist im Grunde ein Aufruf, sich selbst Gedanken über das eigene Spielen zu machen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Logischerweise richtet sich das an jüngere Spieler und wir alle wissen aus eigener Erfahrung, dass man in einem bestimmten Alter (oder lebenslang ) dazu neigt, seine Freizeit zu Ungunsten von Hausaufgaben, der Steuererklärung oder sonstigen Verpflichtungen einzuteilen. Und vor allem im MMO-Bereich ist das Spielen auch noch mit einer gewissen Verpflichtung gegenüber den Mitspielern verbunden. Ich habe auch schon mit bleiernen Augen vor dem Rechner gesessen, weil ein widerwilliger Endboss widerwillig war und ich der Main-Tank.